Esther Schweins in ZDF-Doku
„Abstoßend“: Szene mit Thomas Gottschalk löst Empörung aus
16.07.2026 – 00:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Doku beleuchtet Frauen im deutschen Unterhaltungsfernsehen der Neunziger- und 2000er-Jahre. Esther Schweins erinnert sich an eine unangenehme Situation.
Jahrzehntelang zählte er zu den beliebtesten Entertainern im deutschen Fernsehen, doch rückblickend löste Thomas Gottschalks Verhalten vor der Kamera jede Menge Kritik aus. Vor allem sein Umgang mit Frauen. Der ehemalige „Wetten, dass..?“-Gastgeber ging in der Sendung gerne auf Tuchfühlung mit seinen weiblichen Gästen. Er tätschelte Schauspielerin Iris Berben das Knie, fummelte am Kleid von US-Sängerin Beyoncé herum, als ihr Mikrofon verrutschte.
Und auch Esther Schweins brachte er in eine unangenehme Situation, wie die Schauspielerin nun schildert. Sie ist Teil des Films „Was haben wir gelacht“, der das deutsche Showgeschäft der Neunziger- und 2000er-Jahre beleuchtet. „Eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem Beiwerk waren, als Pointen dienten und weiblicher Humor als Quotenkiller galt“, heißt es in der Beschreibung der Doku.
„In die Enge getrieben“
Esther Schweins, die durch „RTL Samstag Nacht“ bekannt wurde, blickt darin auf einen Auftritt bei „Wetten, dass..?“ 1996 zurück. Der Ausschnitt zeigt, wie Thomas Gottschalk sie an der Hand zu seiner Couch führt, ihr immer wieder körperlich nahe rückt und ihr sexualisierende Kommentare vorliest.
„Ich habe heute das Herzklopfen, das ich damals in dieser Situation hatte“, sagt die 56-Jährige jetzt in der Doku, als ihr die Szene vorgespielt wird. Sie habe sich damals „in die Enge getrieben“ gefühlt und keine Worte dafür gehabt, „dass es mir nicht gut ging auf dem Sofa“.
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Der Clip löst bei vielen Betrachtern Empörung aus. „Das ist maximal unangenehm“, „Mir ist gerade so schlecht, mir fehlen die Worte“, „Immer wieder eklig, das zu sehen“, „Einfach nur abstoßend“, „Übergriffig“ oder „Unfassbar! Ich schäme mich“ heißt es neben zahlreichen ähnlichen Kommentaren. Zudem findet sich viel Lob, dass dieses Verhalten sichtbar gemacht und diskutiert wird.
Andere verteidigen Thomas Gottschalk und kritisieren den Film. „Damals hat es keinen gestört. Jedes Wort, Satz, gar körperliche Berührung von ihm heute neu zu bewerten ist völlig absurd“, findet ein User. „Keine der Damen hat sich beschwert. Warum tun sie es jetzt?“, fragt jemand. „Also ich habe nur Komplimente gehört“ und „Waren halt andere Zeiten. Meine Güte“ ist unter anderem zu lesen.
Auch der Entertainer selbst verteidigte sein Auftreten stets. „Ich habe Frauen im TV rein dienstlich angefasst. Wie ein Schauspieler, der im Film küsst, weil es im Drehbuch steht“, sagte Thomas Gottschalk dem „Spiegel“ 2024. In „Was haben wir gelacht“ werden auch Kollegen wie Harald Schmidt und Stefan Raab beleuchtet. Neben Esther Schweins blicken Maren Kroymann, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Hella von Sinnen auf die Zeit zurück.














