Erinnerung an Patrick Stewart
„Enterprise“-Star tot – er drehte im Aschenbrödel-Schloss
30.10.2026 – 09:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Patrick Stewart stand auch in Moritzburg vor der Kamera. Einer Frau machte der „Star Trek“-Darsteller dort ein besonderes Abschiedsgeschenk.
Der britische Schauspieler Patrick Stewart ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Wie sein Management mitteilte, starb er am Mittwoch in Los Angeles. Der als Captain Jean-Luc Picard weltberühmte Darsteller hatte auch eine Verbindung zur Region Dresden: Im Oktober 2018 drehte er im Schloss Moritzburg für den Hollywoodfilm „3 Engel für Charlie“.
Wo einst „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ entstand, inszenierte Regisseurin Elizabeth Banks eine aufwendige Partyszene. Neben Kristen Stewart, Naomi Scott und Ella Balinska stand auch Patrick Stewart im barocken Festsaal vor der Kamera. Er spielte den langjährigen Agenturmitarbeiter John Bosley.
- Zum Tod von Patrick Stewart: Adieu, mon capitaine!
Schlossleiterin war ein großer Picard-Fan
Für die damalige Schlossleiterin Ingrid Möbius brachte der Dreh eine besondere Begegnung mit sich. Ihr letzter Arbeitstag vor dem Ruhestand fiel auf den letzten Drehtag. Und Möbius war ein großer Fan von Captain Picard und den „Star Trek“-Filmen.
Das berichtete Markus Bensch von Studio Babelsberg in einem Interview mit dem europäischen Filmcommission-Netzwerk EUFCN. Das Produktionsteam habe Stewart von ihrer Begeisterung und dem bevorstehenden Ruhestand erzählt. Daraufhin soll der Schauspieler die Schlossleiterin zum Tee in seinen Wohnwagen eingeladen haben – samt ausführlichem Gespräch über „Star Trek“.
Hollywood belegte elf Räume im Schloss
Für die Dreharbeiten wurde das Museum zeitweise zum Großset. Nach einem Bericht von Schlösserland Sachsen belegte die Produktion elf Räume auf der ersten Etage. Zu Spitzenzeiten waren dort 455 Menschen im Einsatz, darunter Crewmitglieder, Komparsen sowie Beschäftigte für Kostüm und Maske.
Nach rund zwei Wochen zog die Filmcrew wieder aus. Das Museumsteam benötigte anschließend knapp zwei Tage, um die Räume wieder einzurichten. Wenig später eröffnete im Schloss die Winterausstellung zu „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.
