September 25, 2026 8:05 p.m. CEST

CSU zerlegt Linken-Programm

„Der linke Irrsinn spricht für sich“


Aktualisiert am 25.09.2026 – 18:34 UhrLesedauer: 2 Min.

CSU-Generalsekretär Martin Huber

Hat eine Webseite gebaut, die das Linken-Programm analysiert: CSU-Generalsekretär Martin Huber. (Quelle: Peter Kneffel/dpa/dpa-bilder)

In Berlin scheint nach der Abgeordnetenhauswahl ein rot-grün-rotes Linksbündnis wahrscheinlich zu sein. Die CSU will das in jedem Fall verhindern – und warnt nun auf einer neuen Webseite vor den Folgen.

Während die Linkspartei auf einem Sonderparteitag am Freitagabend in Berlin über die Aufnahme von Sondierungsgesprächen entscheidet, legt die CSU in Bayern in ihrer Kritik am Landesverband der Linken nach: Auf einer eigens eingerichteten Webseite warnt die Schwesterpartei der CDU vor „Berliner Verhältnissen“ – und seziert Seite für Seite das Linken-Wahlprogramm für die Hauptstadt.

Zur Forderung der Linken nach einem zusätzlichen gesetzlichen Feiertag in Berlin etwa schreiben die Autoren: „Freibiermentalität in Berlin – weil Bayern zahlt’s ja!“ Am Programmpunkt der Linken, „den Berliner Verfassungsschutz als Geheimdienst aufzulösen“, kritisiert die CSU-Webseite: „So wird Berlin zum Einfallstor für Extremisten!“

Zudem richtet die CSU einen Appell an Grüne und Sozialdemokraten, die nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin rechnerisch eine Mehrheit hätten sowohl mit der Linken als auch mit der CDU: „Wer sich zum Steigbügelhalter von Enteignern machen lässt, dem fehlt der Kompass für Recht, Eigentum und Sicherheit.“

Elif Eralp: Die Spitzenkandidatin der Linken könnte Berlins nächste Regierende Bürgermeisterin werden. (Quelle: Fabian Sommer/dpa/dpa-bilder)

CSU-Generalsekretär Martin Huber erklärt die Initiative seiner Partei damit, dass radikale Politik als solche erkennbar werden müsse. „Wir müssen Extremisten inhaltlich stellen – egal, ob sie von rechts oder links kommen“, sagte er t-online. Die Webseite führe „Punkt für Punkt“ auf, was die Linke in Berlin vorhabe und nehme dafür als Quelle das eigene Wahlprogramm. „Der linke Irrsinn spricht für sich“, so Huber weiter. „Jeder, der unsere Seite liest, wird zu dem Schluss kommen: In Deutschland darf es keine Berliner Verhältnisse geben.“

„Die Linkspartei ist tief antisemitisch“

Zuvor hatte bereits Markus Söder, Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef, den Länderfinanzausgleich infrage gestellt, der gewährleistet, dass Bundesländer mit höheren Steuereinnahmen Geldsummen an Länder mit geringeren Einnahmen überweisen. Am Freitag bekräftigte er diese Haltung am Rande der Bundesratssitzung in Berlin.

Will ein Linksbündnis in Berlin verhindern: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. (Quelle: IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler/imago)

„Mein Appell an Grüne und SPD hier in Berlin: zu überprüfen, mit wem man sich bindet. Ob die beiden wirklich mit einer linksextremen Gruppe eine Regierung bilden wollen und sich sogar hinter ihnen versammeln“, sagte Söder. „Die Linkspartei ist tief antisemitisch. Die Linkspartei hier in Berlin insbesondere feiert Partys mit Clan-Chefs.“ Es sei „Wahnsinn, was hier stattfindet“, betonte Söder. Die geplanten Enteignungen seien „Sozialismus pur“. „Und deswegen kann es ehrlicherweise überhaupt nicht sein, dass der Länderfinanzausgleich so noch weitergeht.“

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