13 Männer angeklagt
20 Jahre lang: Ehefrau betäubt und sexuell missbraucht
Aktualisiert am 15.09.2026 – 08:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrzehnten soll ein Mann in England seine Ehefrau betäubt und sexuell missbraucht haben. Er ist nicht der einzige Angeklagte.
Ein neuer Fall weckt Erinnerungen an den Missbrauchsskandal um Gisèle Pelicot: In England hat ein Mann zugegeben, seine Ehefrau mehr als 20 Jahre lang betäubt und vergewaltigt zu haben. Vor einem Gericht in Manchester bekannte sich der Mann in 60 Anklagepunkten schuldig, darunter Vergewaltigung und sexuelle Übergriffe sowie das vorsätzliche Verabreichen einer Substanz. Mehrere Medien, darunter die britische BBC, berichteten aus dem Gerichtssaal. Die Frau verfolgte demnach den Prozess im Saal und wurde von Familienmitgliedern unterstützt.
Neben dem Angeklagten, der um die 60 Jahre alt sein soll und dessen Identität zum Schutz seiner Ehefrau nicht öffentlich gemacht wurde, sind zwölf weitere Männer wegen sexueller Straftaten gegen die Frau angeklagt. Sie alle bestreiten die Vorwürfe.
Die Taten des Ehemannes spielten sich den Berichten zufolge zwischen 2004 und 2025 ab. Bereits vor Monaten hatte sich der Mann wegen eines Teils der Straftaten zwischen 2022 und 2025 schuldig bekannt, darunter auch die Weitergabe intimer Bilder.

Die anderen zwölf Männer sind wegen mutmaßlicher Taten zwischen den Jahren 2018 und 2025 angeklagt. Britische Medien nannten die Namen der mutmaßlichen Täter. Das Alter der angeklagten Männer reicht von 28 bis 74 Jahren. Einige stammen aus der Region um Manchester, andere aus bis zu 400 Kilometern entfernten Gegenden Englands. Der Prozess wird in den kommenden Wochen fortgesetzt.
Der stellvertretende Polizeichef Rick Jackson von der Polizei der Region Greater Manchester sagte gegenüber der britischen Presse: „Unser Fokus liegt weiterhin darauf, das Opfer dieser schrecklichen Missbrauchsserie während der sehr komplexen Ermittlungen zu unterstützen.“
Weitere Missbrauchsfälle in Deutschland und Österreich

Der Fall weckt Erinnerungen an den Fall Gisèle Pelicot. Die Französin wurde von ihrem damaligen Ehemann über knapp zehn Jahre mit Medikamenten betäubt, missbraucht und Dutzenden Fremden zur Vergewaltigung angeboten. Neben ihrem Ex-Mann wurden 50 weitere Angeklagte im Jahr 2024 zu langen Haftstrafen verurteilt.
Ein ähnlicher Fall wird derzeit in Deutschland vor Gericht verhandelt: Einem Mann aus der Region Hannover wird vorgeworfen, seine frühere Lebensgefährtin betäubt, vergewaltigt und gefilmt zu haben. 103 Fälle über mehr als vier Jahre zählte die Anklage am Landgericht zuletzt auf.













