September 17, 2026 2:50 p.m. CEST

Mehrere Euro pro 100 Kilometer

So groß ist jetzt der Kostenvorteil von E-Autos


17.09.2026 – 12:33 UhrLesedauer: 2 Min.

E-Auto an einer Ladesäule: Vor allem eine Gruppe von E-Auto-Besitzern hat große Preisvorteile. (Quelle: IMAGO/Elke Münzel/imago)

Die Preise für Benzin und Diesel haben neue Höchststände erreicht. Eine aktuelle Berechnung zeigt, wie weit die Kosten für 100 Kilometer mit Verbrenner und Elektroauto inzwischen auseinanderliegen.

Tanken ist so teuer wie nie: Am Mittwoch, 16. September 2026, erreichte der Dieselpreis in Deutschland einen neuen Höchststand. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt kostete ein Liter 2,453 Euro und damit 0,6 Cent mehr als beim bisherigen Rekord im April, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Auch Benzin E10 verteuerte sich weiter und erreichte mit durchschnittlich 2,314 Euro je Liter bereits den fünften Höchststand in Folge.

Die hohen Kraftstoffpreise vergrößern zugleich den Abstand zu den Antriebskosten von Elektroautos. Wie groß er derzeit ist, hat das Vergleichsportal Verivox berechnet. Anders als die aktuellen ADAC-Zahlen vom Mittwoch legt Verivox dafür den Durchschnitt der vergangenen sieben Tage zugrunde. In diesem Zeitraum kostete ein Liter Benzin E10 durchschnittlich 2,28 Euro, ein Liter Diesel 2,40 Euro.

Auf dieser Grundlage kostet eine Strecke von 100 Kilometern mit einem Benziner der Mittel- oder Oberklasse laut Verivox durchschnittlich 18,02 Euro. Beim Diesel sind es 12,47 Euro. Ein zu Hause geladenes Elektroauto kommt bei einem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis von 32,29 Cent je Kilowattstunde auf 5,44 Euro. Damit liegen die errechneten Antriebskosten des E-Autos rund 70 Prozent unter denen des Benziners und rund 56 Prozent unter denen des Diesels. Nach Angaben von Verivox war der Abstand zwischen den Antriebsarten noch nie so groß.

Das sind die zugrundeliegenden Verbräuche

Verivox setzt für einen Benziner der Mittel- oder Oberklasse 7,9 Liter je 100 Kilometer an. Beim Diesel sind es 5,2 Liter. Für das Elektroauto werden 16,9 Kilowattstunden zugrunde gelegt. Die Werte stammen aus dem Energiekostenvergleich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und beruhen auf den jeweils drei meistverkauften Modellen in den betrachteten Fahrzeugsegmenten sowie deren Energieverbrauch nach dem WLTP-Messverfahren.

Laden zu Hause ist deutlich günstiger

Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox, sagt: „Um den vollen Preisvorteil bei den Antriebskosten nutzen zu können, ist jedoch eine heimische Wallbox notwendig.“ Denn der Kostenvorteil hängt stark davon ab, wo das Elektroauto geladen wird. An öffentlichen Ladesäulen ist Strom deutlich teurer als die angenommenen 32,29 Cent beim Haushaltsstrom.

Elektroauto an einer Schnellladesäule: Öffentliches Aufladen ist deutlich teurer. (Quelle: IMAGO/Alexandra Wagner/imago)

Für den Vergleich greift Verivox auf eine Erhebung des Ökostromanbieters Lichtblick aus dem März 2025 zurück. Damals kostete eine Kilowattstunde an einer öffentlichen Normalladesäule im Durchschnitt 52 Cent, beim Schnellladen 60 Cent. Daraus ergeben sich Kosten von 8,77 Euro beim Normalladen an der öffentlichen Ladesäule und 10,12 Euro beim Schnellladen.

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