28 Sichtungen in sechs Monaten
Alarm am Flughafen BER – von der Drohne fehlt jede Spur
Aktualisiert am 24.09.2026 – 09:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Drohne über dem Hauptstadtflughafen BER verursacht am Mittwochabend Chaos. Der Flugbetrieb steht 45 Minuten still – die Hintergründe sind unklar.
Nach der Sichtung einer Drohne am Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg (BER) sind die Hintergründe offen. Sprecher der Polizei und der Bundespolizei machten am Donnerstagmorgen keine neuen Angaben zu dem Vorfall. Der Flugbetrieb am BER war am Mittwochabend vorübergehend eingestellt worden. Flugpassagiere mussten Verspätungen und Umleitungen hinnehmen.
Mitarbeiter des Flughafens hatten laut Bundespolizei um 20 Uhr eine Drohne gesehen. Daraufhin sperrte die Deutsche Flugsicherung (DFS) zunächst die Nordpiste für Starts und Landungen, um 20.20 Uhr dann auch die Südpiste. Für 45 Minuten gab es keine Starts und Landungen mehr. Um 21.05 Uhr sei die Sperrung wieder aufgehoben worden, sagten Sprecherinnen des BER und der Bundespolizei der Deutschen Presseagentur am Abend.
Kurz nach 21 Uhr wurde der Flugbetrieb wieder freigegeben. Die Bundespolizei habe Ausschau gehalten, sagte eine Sprecherin der Sicherheitsbehörde. „Wir konnten keine Feststellung treffen“, hieß es jedoch.
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28 Drohnensichtungen am Berliner Flughafen im ersten Halbjahr
An keinem anderen deutschen Flughafen sind im ersten Halbjahr so viele Drohnen gesichtet worden wie am Hauptstadtflughafen BER. 28 solcher Flugobjekte registrierte der Tower in Schönefeld in den ersten sechs Monaten, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) auf Anfrage mitteilte.
In sieben Fällen musste der Flugverkehr am BER deswegen vorübergehend unterbrochen werden. Auffällig ist aber vor allem der große Sprung zum Vorjahr: Im Gesamtjahr 2025 wurden laut Flugsicherung nur acht Drohnen am BER sowie im umliegenden Großraum festgestellt.
166 Behinderungen des Flugverkehrs durch Drohnen
Der Vorfall vom Mittwochabend am Flughafen BER reiht sich in eine ganze Serie ähnlicher Zwischenfälle der vergangenen Monate ein. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) registrierte allein im ersten Halbjahr 2026 bundesweit 166 Behinderungen des Flugverkehrs durch Drohnen.
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Das waren deutlich mehr als im ersten Halbjahr 2025, als noch 101 Fälle registriert wurden. Mit 28 gemeldeten Fällen führte der Berliner Flughafen dabei die Statistik unter allen deutschen Airports an, noch vor Frankfurt am Main mit 27 Fällen.
Als möglicher Grund für die hohe Zahl gilt unter anderem ein neues Drohnendetektionssystem, das die Bundespolizei am BER installiert hat und das Flugobjekte in einem größeren Umkreis registriert.
Angriff mit Sprengstoffdrohne in Leipzig
Im August hatte es am Flughafen Leipzig/Halle einen Angriff mit einer Drohne gegeben, die mit Sprengstoff ausgerüstet war. Sie war zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Die Bundesregierung machte Russland für den Angriff verantwortlich. Moskau bestreitet das.














