Drama um Wal „Timmy“
Schwere Anschuldigungen gegen Tierärztin
Aktualisiert am 22.05.2026 – 08:55 UhrLesedauer: 3 Min.
Bei dem Versuch, Buckelwal Timmy zu retten, soll es auf einem Boot zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen sein. Im Fokus steht eine Tierärztin.
Nach der Freilassung und dem anschließenden Tod von Wal Timmy in der Nordsee ist ein heftiger Streit zwischen den Beteiligten der Rettungsaktion entbrannt. Die Besatzungen der Schiffe Fortuna B, Robin Hood und Arne Tiselius wehren sich nun in einem anwaltlichen Schreiben gegen die Vorwürfe von Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies.
Demnach zeichnet die Reederei JEB ein völlig anderes Bild der Ereignisse auf See. Die Anschuldigungen der Tierärztin, sie sei ausgeschlossen, belogen oder gar aggressiv behandelt worden, seien „unwahr und frei erfunden“, heißt es in dem Schreiben. Die öffentlichen Aussagen hätten inzwischen zu massiven Anfeindungen und sogar Morddrohungen gegen Crew-Mitglieder geführt.
Die Reederei betont zunächst, dass sie weder das Kommando über die Barge noch über die Freilassung selbst geführt habe. Diese Verantwortung habe bei der Privatinitiative und dem beauftragten Bergungsteam gelegen. Zudem verweist sie auf die schwierigen Bedingungen auf See: Die eingesetzte Barge sei ursprünglich für Binnengewässer gebaut worden und habe für die Fahrt Richtung Skagerrak nur eine Ausnahmegenehmigung mit strengen Auflagen erhalten.

Angst, die Tierärztin könne ins Wasser springen
Laut Darstellung der Reederei hätten einzelne Mitglieder der Initiative keine Erfahrung auf hoher See gehabt. Sicherheit sei daher oberstes Gebot gewesen – die Entscheidungen der Kapitäne nicht verhandelbar. Auch der Wunsch von Dr. Tönnies, auf der Barge beim Wal zu übernachten, sei deshalb abgelehnt worden. Selbst erfahrene Seeleute dürften das nicht.
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Das Verhalten der Tierärztin an Bord beschreibt die Crew als zunehmend belastend und grenzüberschreitend. Sie habe mehrfach unaufgefordert die Brücke betreten, dort gefilmt und Diskussionen begonnen, während navigiert wurde. Der Kapitän habe sich schließlich sogar zum Mittagessen in seine Kabine zurückgezogen, um Ruhe zu haben. Er habe zwar auf sein Recht hingewiesen, störende Passagiere vorübergehend in ihrer Kabine festzusetzen – angewendet habe er diese Maßnahme jedoch nicht.














