Direktzug ab Nürnberg
In gut zwei Stunden zu den „farbenreichsten Schaugrotten der Welt“
Aktualisiert am 10.08.2026 – 18:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Unter Tage funkeln die Mineralien und selbst im Hochsommer herrschen höchstens zehn Grad: Ein besonderes Ausflugsziel, das von Nürnberg einfach zu erreichen ist.
Wer an einem heißen Sommertag möglichst weit weg von Asphalt und Freibadtrubel will, kann am Nürnberger Hauptbahnhof in den RE 14 steigen. Der Zug fährt ohne Umstieg über Bamberg und Lichtenfels bis nach Saalfeld. Je nach Verbindung dauert die Fahrt gut zwei Stunden. Das Ziel ist ein Ausflugsort, der selbst im Juli und August eine Jacke verlangt.
Die Saalfelder Feengrotten liegen in einem ehemaligen Bergwerk am Rand der thüringischen Stadt. In den unterirdischen Hohlräumen haben sich über Jahrhunderte farbige Mineralien abgelagert. Der Betreiber wirbt deshalb mit den „farbenreichsten Schaugrotten der Welt“ und verweist auf einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.
Tausend Farben in einem alten Bergwerk
Das Bergwerk wurde einst angelegt, um Alaunschiefer abzubauen. Nachdem der Betrieb endete, übernahm die Natur. Wasser löste Mineralien aus dem Gestein und hinterließ Ocker, Braun, Rot, Grün und viele Zwischentöne. Besonders spektakulär wirkt der sogenannte Märchendom: Hier spiegeln sich die Formationen in einem kleinen Wasserbecken.
Die klassische Führung verbindet die historischen Stollen mit der Geschichte des Bergbaus. Anschließend können die Besucher im Erlebnismuseum Grottoneum erfahren, wie Mineralien entstehen und warum Gestein unterschiedlich leuchtet. Darüber hinaus können sie die Werkzeuge der Bergleute ausprobieren. Für beides zusammen sollten Besucher rund zwei Stunden einplanen.
Acht bis zehn Grad – auch im Hochsommer
Unter Tage bleiben die Temperaturen das ganze Jahr über zwischen acht und zehn Grad, die Luftfeuchtigkeit liegt laut Betreiber bei etwa 98 Prozent. Feste Schuhe und eine warme Schicht gehören deshalb auch bei Sommerhitze ins Gepäck. Der Rundweg durch das Bergwerk ist ungefähr 550 Meter lang und führt über rund 120 Stufen.
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Wichtig für die Planung: Die Feengrotten sind nicht barrierefrei. Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen können nicht mit in das Bergwerk. Einige Passagen sind nur etwa 1,70 Meter hoch und so schmal, dass Besucher hintereinandergehen müssen. Wer mit kleinen Kindern reist, sollte diese Bedingungen vor der Buchung prüfen.
