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Preisgekröntes Medizin-Start-up meldet Insolvenz an
23.10.2026 – 11:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Rund ein Jahr nach zwei Auszeichnungen und einem Auftritt in den USA hat DiHeSys Insolvenz beantragt. Ob das Start-up aus Schwäbisch Gmünd weiterarbeiten kann, ist noch offen.
Das Start-up DiHeSys aus Schwäbisch Gmünd hat Insolvenz beantragt. Das Unternehmen entwickelt Drucker, mit denen Apotheken Medikamente individuell für Patienten herstellen können. Zuvor berichtete hierüber die „Schwäbische Post“.
Das Amtsgericht Aalen hat den Ulmer Rechtsanwalt Oliver Bauer von der Kanzlei Eisenbeis Rechtsanwälte als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt. Er soll prüfen, ob und wie sich der Betrieb fortführen lässt.
Ziel des Unternehmens ist es, dass Apotheken Wirkstoffe direkt vor Ort in der vom Arzt verordneten Menge drucken. Dafür entwickelt das Unternehmen Drucker, die im 2D- und im 3D-Verfahren arbeiten, dazu passende Software und Wirkstoff-Tinten. Im 2D-Verfahren entstehen dünne Plättchen, die nach Angaben des „Handelsblatts“ bis zu vier Wirkstoffe tragen können.
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Das Unternehmen wurde 2018 gegründet. Dahinter stehen drei Gründer mit Erfahrung in der Pharmabranche: Gerald Huber, früher Geschäftsführer bei Ratiopharm, Christian Franken, Apotheker und ehemaliger Chefapotheker beim Versender DocMorris, sowie Markus Dachtler, der unter anderem bei Nestlé und Ratiopharm tätig war. Geschäftsführer ist Holger Reinhoff.
In den Jahren vor der Insolvenz hatte DiHeSys mehrere Auszeichnungen erhalten. 2023 kürte die Initiative TOP 100 das Unternehmen zum „Innovator des Jahres“. 2025 wurde DiHeSys beim Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte des Deutschen Instituts für Service-Qualität in der Kategorie Technologie – Umweltschutz/Gesundheit ausgezeichnet. Im Oktober desselben Jahres erhielt das Unternehmen nach eigenen Angaben auch beim German Medical Award in Düsseldorf eine Auszeichnung im Bereich Innovation für Start-ups.
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Zudem stellte das Unternehmen im Oktober 2025 seinen Drucker gemeinsam mit dem Partner PCCA auf dessen Jahreskongress in Houston vor – vor rund 400 Teilnehmern aus dem Bereich der Apotheken, die Arzneimittel individuell herstellen.















