In diesem Sommer hatte Dresden früh die wichtigsten Fragen im Kader geregelt, ausgeliehene Stammspieler der vergangenen Saison fest verpflichtet, dazu interessante Neuzugänge unter Vertrag genommen. Aufstiegstrainer Thomas Stamm ist noch immer da, die Ergebnisse in der Vorbereitung waren vielversprechend. Deshalb kann Dynamo Dresden zu einer echten Überraschung in der neuen Zweitliga-Saison werden und das ein oder andere Mal oben anklopfen. Der Aufstieg ist eher unrealistisch, dennoch ist mit Dynamo zu rechnen.
Der Club schafft mindestens die Relegation
Von Julian Seiferth, Politikredakteur
Eigentlich hat Nürnberg alles, was ein Geheimfavorit braucht: Ein junges, talentiertes Team, eine klare Achse, gute Neuzugänge, mit Miro Klose eine Legende als Trainer und mit Momo Zoma einen Unterschiedsspieler, der (bisher) gehalten werden konnte. Einziges Problem: Das hat der Club seit Jahren.
In den vergangenen Saisons hatte der FCN Spieler unter Vertrag, die heute etablierte Namen bei europäischen Erstligisten sind: Nathaniel Brown (heute deutscher Nationalspieler, FC Bayern), Can Uzun (türkischer Nationalspieler, Eintracht Frankfurt), Jens Castrop (südkoreanischer Nationalspieler, Borussia Mönchengladbach), Caspar Jander (Premier League mit dem FC Southampton), Finn Jeltsch (VfB Stuttgart). Doch weder Klose noch viel weniger Vorgänger Fiél gelang es, aus diesen Talenten eine Aufstiegself zu bauen.
Warum das diesmal anders wird? Klose scheint dazugelernt zu haben. Erstmals seit seinem Amtsantritt spielte der FCN eine gute Vorbereitung, ein System scheint zu stehen und zu funktionieren, die Rollen scheinen klar. Kloses Prunkstück ist das Mittelfeld, das mit Bayern-Talent Fernández, den Spielmachern Markhiev und Becker sowie den für eine zweite Liga eigentlich zu guten Justvan und Zoma besonders spielerisch außergewöhnlich ist. Wenn Klose endlich eine stabile Abwehr hinbekommt und sich neben Zoma ein zuverlässiger Torschütze findet, hat der Club das Zeug, ganz oben anzuklopfen. Klappt das auch im dritten Jahr nicht, muss Klose gehen.
Frank Schmidt macht Schluss – und geht mit dem Aufstieg
Von Swen Thissen, stv. Chefredakteur
Der 1. FC Heidenheim ist keiner dieser Absteiger, der als Topfavorit auf den Wiederaufstieg in die neue Saison startet. Schlagkräftig ist die Mannschaft dennoch. Sie ist vermutlich nicht besser, aber auch nicht schlechter als fünf, sechs, sieben Konkurrenten, die in der Theorie allesamt um den Aufstieg mitspielen können. Der 1. FCH hat jedoch, neben der absoluten Ruhe im Umfeld, erneut einen Joker auf der Bank sitzen: Frank Schmidt, dienstältester Trainer in der Geschichte des deutschen Profifußballs.













