Juli 15, 2026 2:45 p.m. CEST

Nach Angaben im Fondsprospekt richtet sich das Angebot an Anlegerinnen und Anleger, die mögliche Risiken durch Musks Unternehmensführung, sein politisches Engagement und die starken Kursschwankungen seiner Unternehmen meiden möchten.

Subversive setzt auf provokante Investmentideen

Der Name „Subversive“ ist bei Subversive Markets Lab Programm. Das Unternehmen entwickelt bewusst Anlageprodukte zu polarisierenden Themen und nutzt dafür Marktnischen. Bereits vor den Anti-Musk-ETFs machte Subversive mit Fonds auf sich aufmerksam, die Anlegern ermöglichen sollten, „wie die Oligarchie zu investieren“.

Laut Yahoo Finance legte das Unternehmen dafür ETFs auf, die die Aktiengeschäfte von US-Kongressabgeordneten und deren Familien nachbildeten. Die Idee dahinter: Politiker könnten durch Insiderwissen erfolgreichere Börsengeschäfte tätigen als die breite Masse der Anlegerinnen und Anleger.

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Trotz des oft provokanten oder humorvollen Ansatzes handelt es sich bei den Produkten von Subversive Markets Lab um regulierte und handelbare Finanzprodukte für den Aktienmarkt.

Klare Haltung – aber was bedeutet das für die Rendite?

Wie sich die Rendite der beiden Ex-Elon-ETFs entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Der Unterschied zum klassischen Nasdaq-100 besteht vor allem darin, dass rund fünf Prozent des investierten Kapitals nicht in Musks Unternehmen fließen. Stattdessen wird dieser Anteil auf die übrigen 98 Unternehmen des Index – darunter Apple, Microsoft oder Nvidia – verteilt.

Tesla macht derzeit rund 3,85 Prozent des Nasdaq-100 aus, SpaceX kommt auf etwa 1,2 Prozent. Zusammen entsprechen beide Unternehmen damit rund 5,0 bis 5,1 Prozent der gesamten Indexgewichtung. Das klingt zunächst nach einem kleinen Unterschied, kann die Wertentwicklung über Monate und Jahre jedoch deutlich beeinflussen.

Wer mit Elon Musk investiert, könnte von Entwicklungen wie dem Tesla-Roboter-Boom, Künstlicher Intelligenz oder dem Starlink-Satellitenkommunikationsnetzwerk profitieren. In diesem Fall dürfte ein Ex-Elon-ETF hinter der Entwicklung des klassischen Nasdaq-100 zurückbleiben.

Sollten Musks Unternehmen dagegen wegen seiner Eskapaden, der hohen Investitionssummen oder ausbleibender Gewinne deutliche Rückschläge erleiden, könnte ein Ex-Elon-ETF genau diesen Effekt abfedern.

Fazit: Wer in einen der beiden ETFs investiert, entscheidet sich – ähnlich wie bei Fonds, die Glücksspiel-, Öl- oder Tabakaktien ausschließen – bewusst gegen bestimmte Risiken. In diesem Fall richtet sich die Entscheidung gegen das aus Sicht der Anbieter schwer kalkulierbare Risiko, das mit einem einzelnen Unternehmer verbunden ist.

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