Vom Statussymbol zum Totalschaden
Zehn Autos, die Profis niemals kaufen
Aktualisiert am 10.10.2026 – 08:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Ständig auf der Hebebühne, aber nie in der eigenen Garage: In vielen Gebrauchtwagen sehen Mechaniker vor allem eines – ein hohes Risiko. Zehn Autos, von denen Werkstatt-Profis abraten.
Autoverkäufer preisen den Lack, Mechaniker sehen die Schwachstellen. Auf den Parkplätzen großer Werkstätten herrscht deshalb eine auffällige Einigkeit: Bestimmte Modelle fehlen dort. Nicht, weil sie zu teuer wären. Sondern, weil ihre Technik als anfällig gilt. Zehn Kandidaten, um die viele Profis einen Bogen machen.
Die chemische Zeitbombe: Zahnriemen im Ölbad
Die Idee klang nach Fortschritt: ein Zahnriemen, der im Öl läuft. Weniger Reibung, längere Haltbarkeit. In der Praxis berichten Werkstätten jedoch von Problemen. Betroffen sind diese Motoren:
- 1.2 PureTech-Motoren von Stellantis und Toyota
- 1.0- und 1.5-EcoBoost-Motoren von Ford
Das Problem: Motoröl kann das Material der Riemen angreifen. Es quillt auf, zerfällt und Partikel gelangen in den Ölkreislauf. Im schlimmsten Fall leidet die Schmierung – bis hin zum Motorschaden, wenn der Wechsel zu spät erfolgt.
VW: Schwachstellen bei einzelnen Motoren
Die Wolfsburger Dauerläufer: Einige Baureihen haben dem guten Ruf tiefe Kratzer zugefügt. Kenner warnen vor bestimmten Motorvarianten. Insbesondere die Biturbo-Dieselmotoren des VW Transporters T5 und T6 stehen wegen der hohen Belastung von Abgasrückführung und Turboladern in der Kritik. Hier sind die Motorcodes CFCA/CXEB wichtig.

Bei den frühen 1,2- und 1,4-TSI-Motoren der Baureihe EA 111 kam es häufig zu Problemen mit den Steuerketten. Dehnen sie sich zu stark, kann es zu schweren Motorschäden kommen.
Zehn kritische Modelle auf einen Blick
| Modell (Beispiel) | Schwachstelle | Profi-Urteil |
|---|---|---|
| Peugeot 308 | 1.2 PureTech (Zahnriemen) | Chemische Zeitbombe |
| Opel Corsa | 1.2 PureTech (Zahnriemen) | Wartung extrem kritisch |
| Ford Focus | 1.0/1.5 EcoBoost | Riemen-Auflösung droht |
| VW T5/T6 | 2.0 BiTDI (CFCA/CXEB) | Hoher Ölverbrauch/Turbo |
| VW Golf VI | 1.2/1.4 TSI (EA111) | Steuerketten-Längung |
| BMW 3er | N47/N20 Motoren | Steuerkette/Gleitschienen |
| Mercedes S-Klasse | V8-Motor (M278) | Zylinderlaufbahn-Verschleiß |
| Land Rover Discovery | Konstruktion / Zahnriemen | Enormer Arbeitsaufwand |
| Opel Astra | M32-Schaltgetriebe | Lagerverschleiß („Dynamos“) |
| Nissan Qashqai | CVT-Automatik | Hitzeanfällig / Totalschaden |
Premium mit Risiko: BMW und Mercedes
Auch die noch teureren Marken haben Motoren mit Problemen. So stehen bei BMW-Modellen der Baujahre 2007–2014 einige Diesel- und Benzinmotoren der Reihen N47 und N20 im Ruf, Probleme mit der Steuerkette zu haben. Reparaturen können teuer werden.
Bei Mercedes hat vor allem der V8-Motor M278 ein schlechtes Image, insbesondere die frühen Baujahre bis 2015, da es bei den frühen Versionen zu Verschleiß an den Zylinderlaufbahnen kam.














