Die Nazis übernehmen die Macht, während Berlin noch tanzt: Die finale Staffel von „Babylon Berlin“ verbindet den braunen Terror mit wilden Nächten und einer packenden Jagd nach Hitlers Krankenakte.
Berlin, 30. Januar 1933. Reichspräsident Paul von Hindenburg ernennt Adolf Hitler zum Reichskanzler. Dass nun ganz andere Zeiten anbrechen, zeigt schon der am Abend stattfindende Presseball, den die neuen Herren in Braun dominieren. Doch gleichzeitig lebt auch das Berlin der Weimarer Republik mit seinen Bars und Clubs noch weiter.
Mitten in diesem Tanz auf dem Vulkan liegen sich Gereon Rath (Volker Bruch) und Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) beim Walzer in den Armen. Vielleicht zum letzten Mal?
Mit diesen Bildern eröffnet die fünfte und letzte Staffel von „Babylon Berlin“, die am 19. September im Ersten Free-TV-Premiere feiert. Die Nazis besetzen sofort wichtige Schaltstellen im Reich. Auch in der „Burg“, dem Hauptquartier der Berliner Polizei am Alexanderplatz, wird die Spitze ausgetauscht.
Jagd nach Hitlers Krankenakte
Das ist nicht gerade hilfreich für die Ermittlungen der zur Kommissarin aufgestiegenen Charlotte, die eine Mordserie an Veteranen des Ersten Weltkriegs aufzuklären versucht. Alle hatten sich gegen Kriegsende in einem Lazarett in Pasewalk wiedergefunden, dessen Leiter Dr. Forster (Ulrich Noethen) sich auf die Behandlung schwer traumatisierter Menschen spezialisiert hatte.

Dabei war auch ein österreichischer Gefreiter namens Adolf Hitler. Weil dessen reale Krankengeschichte jetzt so gar nicht in die parteiamtliche Biografie als „Führer“ passt, schwebt Dr. Forster in höchster Gefahr – und Hitlers Krankenakte aus Pasewalk wird zum Objekt der Begierde sowohl der Nazis als auch ihrer Gegner.
Schwerindustrie wähnt sich am Ziel
Neben diesem neuen Plot führt die finale Staffel von „Babylon Berlin“ gekonnt die früheren Handlungsstränge zusammen: Alfred Nyssen (Lars Eidinger), der dem Industriellen Fritz Thyssen nachempfunden ist, wähnt sich mit seinen Freunden aus der Schwerindustrie am Ziel, muss neben den Demütigungen seiner Mutter (Marie Anne Fliegel) aber jetzt auch noch die von Göring (Devid Striesow) und Hitler (Clemens Schick) aushalten.
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Der Wiener Journalist Katelbach (Karl Markovics) und seine Zimmerwirtin Elisabeth Behnke (Fritzi Haberlandt) kämpfen gegen das neue Regime und versuchen, die sich spinnefeinden KPD und SPD zu einer gemeinsamen Front gegen die NSDAP zusammenzubringen. Denn Hitler, noch in einer Koalitionsregierung, will die komplette Macht und hat für März Reichstagswahlen angesetzt, während er in Berlin und überall in Deutschland seine Gegner so brutal wie willkürlich verhaften und verschwinden lässt.














