„Die Regentrude“: Die Geschichte basiert auf einer Novelle von Theodor Storm. (Quelle: DEFA)
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Die DEFA‑Märchenverfilmungen bedienten sich verschiedener Vorlagen. Schriftsteller Theodor Storm verfasste die Grundlage zu dieser Produktion.
Über 40 Märchenfilme setzten die DEFA-Studios im Laufe ihrer Produktionsphase um. Mit der düsteren Erzählung „Das kalte Herz“ bildeten sie im Jahr 1950 den Auftakt und entwickelten sich mit einer ganz eigenen Handschrift und Liebe zum Detail zum sicheren Lieferanten für magische Filmstunden. Dabei vertrauten die Produzenten und Regisseure auf Vorlagen, die volksnah und beliebt waren.
Darum geht es in „Die Regentrude“
Eine lange Dürreperiode bringt ein kleines Dorf zur Verzweiflung. Äcker trocknen aus, Wasserquellen versiegen und die Bewohner leiden unter den Bedingungen, die die Ernte bedrohen. Der junge Bauer Andrees will alles daran setzen, die Regentrude aus dem Schlaf zu erwecken.
Zusammen mit der Tochter des Wiesenbauern, Maren, macht sich Andrees auf den Weg zur Feldquelle, um sein Glück zu versuchen. Zudem muss Maren die Avancen des gierigen Moosbauers abwehren, der ein Auge auf sie geworfen hat. Ihr Herz schlägt jedoch für Andrees, der als einfacher Bauerssohn Mut und Einsatz zeigt.
Wie sehenswert ist „Die Regentrude“?
International erhält das Märchen eine Wertung von 6,4 auf der Filmdatenbank „IMDb“. Die Gründe, die für diese positive Bewertung sorgen, fasst das Filmmagazin „Filmdienst“ treffend zusammen: „[…] (Ein) poetischer Märchenfilm, der Liebe und Klugheit feiert und daran appelliert, nie die Hoffnung aufzugeben.“
„Die Regentrude“ ist am Sonntag, 18. Oktober 2026, um 16.55 Uhr im MDR zu sehen. Alternativ ist das Märchen aktuell nur auf DVD erhältlich.
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Kunstvolles Märchen mit Anspruch
Obwohl Märchen die Fantasie anregen und als Ablenkung von der Realität dienen, besitzen sie oftmals einen Funken Wahrheit und gesellschaftliche Bezüge. Theodor Storm, der die Geschichte im Jahr 1864 verfasste, geht auf veränderndes Klima und die damit einhergehenden Vor- und Nachteile der Landwirtschaft ein. Gegenwärtig ist dieses Thema aktueller denn je.
Mitte des 19. Jahrhunderts galt „Die Regentrude“ zudem als Höhepunkt deutscher Kunstmärchendichtung, wie der Sender „KIKA“ in einer Pressemitteilung formuliert. Dort heißt es:
„Es geht um den Übergang von der realen in eine Traumwelt, von dörflicher Wirklichkeit in ein Märchenland, in dem Sommerdürre und Regen zu kauzigen Gestalten werden.“ Durch diese Verschmelzung von Fantasie und Realität bleiben die ernsten Themen auch für Kinder stets nahbar.
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