September 13, 2026 1:08 p.m. CEST

Experte verrät

Diese Fehler ruinieren fast unbemerkt Ihren Kaffee


Aktualisiert am 13.09.2026 – 07:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Tasse Kaffee mit Milchschaum: Bei der Zubereitung entscheiden mehrere Faktoren über den Geschmack. (Quelle: IMAGO)

Der Kaffee schmeckt bitter, flach oder einfach nicht richtig gut? Dahinter stecken oft ganz typische Fehler. Ein Kaffee-Experte erklärt, worauf es wirklich ankommt.

Viele Menschen investieren viel Geld in Kaffeevollautomaten oder Espressomaschinen. Trotzdem schmeckt der Kaffee oft enttäuschend. Laut Kaffee-Blogger Arne Preuß von coffeeness.de liegt das Problem meist nicht an der Maschine – sondern an anderen Faktoren.

Damit Kaffee gut schmeckt, müssen mehrere Dinge zusammenpassen: die Kaffeemischung, der Mahlgrad, die Menge, die Maschine und auch der Mensch, der den Kaffee zubereitet.

Der Mensch spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Er entscheidet über die Bohnen, die Dosierung oder die Reinigung der Maschine. Deshalb gilt: Wenn der Kaffee schlecht schmeckt, liegt die Ursache oft nicht an der Technik.

Teure Maschinen garantieren keinen guten Kaffee

Es gibt verschiedene Arten, Kaffee zuzubereiten. Viele Deutsche schwören auf den guten alten Filterkaffee. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Jiri HERA)

„Viele Kaffeetrinker geben pro Jahr nur rund 50 Euro für Kaffeebohnen oder Pulver aus – obwohl ihre Maschine häufig deutlich mehr kostet“, sagt Preuß. Wer günstige Bohnen in eine hochwertige Maschine füllt, „erhält aber größtenteils trotzdem nur ein mittelmäßiges Getränk.“ Umgekehrt können sogar preiswerte Maschinen guten Kaffee liefern – vorausgesetzt, sie werden gepflegt und mit hochwertigen Bohnen betrieben.

Kaffee besteht zu bis zu 99 Prozent aus Wasser. Deshalb spielt die Wasserqualität eine entscheidende Rolle. Ein wichtiger Wert ist dabei die sogenannte Wasserhärte. Sie beschreibt, wie viel Kalk im Wasser enthalten ist.

Idealerweise liegt die Wasserhärte laut Preuß etwa zwischen 3 und 6 Grad deutscher Härte (°dH). Komplett kalkfreies Wasser eignet sich ebenfalls nicht. Kalk wirkt in kleinen Mengen wie „Salz in der Suppe“ und hebt die Aromen des Kaffees hervor, so der Experte. Den Härtegrad Ihres Wassers können Sie hier ermitteln.

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Zu heißes Wasser macht Kaffee bitter

Ein weiterer häufiger Fehler ist die falsche Temperatur beim Brühen. Viele Menschen gießen kochendes Wasser direkt über das Kaffeepulver. Das kann den Geschmack deutlich verschlechtern.

Ist das Wasser zu kalt, lösen sich hauptsächlich Säuren – der Kaffee schmeckt flach oder sauer. Ist es zu heiß, entstehen dagegen besonders viele Bitterstoffe. Dann schmeckt der Kaffee schnell verbrannt.

Experten empfehlen deshalb eine Temperatur von etwa 94 Grad Celsius für Espresso und maximal 96 Grad für Filterkaffee.

Eine Filterkaffeemaschine. (Quelle: Hersteller-bilder)

Wie trinken Deutsche ihren Kaffee?

Filterkaffee ist mit 51 Prozent der Nennungen die beliebteste Kaffeezubereitung in Deutschland. Diese klassische Zubereitungsmethode liegt laut Statista vor Cappuccino und Caffè Crema. Besonders im Norden Deutschlands wird er häufig schwarz und ohne Zusätze getrunken.

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