Das müssen Besitzer wissen
Brandgefahr: Rückruf für ältere BMW
Aktualisiert am 11.09.2026 – 15:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei bestimmten BMW-Modellen kann ein Problem am Starter zu einem Kurzschluss und Brand führen. Welche Fahrzeuge betroffen sind und was Besitzer jetzt wissen müssen.
Fahrer von älteren BMW-Modellen sollten derzeit genauer hinschauen: Der Hersteller hat einen neuen Rückruf für mehrere Baureihen gestartet. Ursache ist ein Bauteil im Starter, das nicht ausreichend gegen eindringendes Wasser geschützt sein kann.
Betroffen sind Fahrzeuge der 3er-, 5er- und 7er-Reihe. Sie wurden zwischen dem 29. Juli 2014 und dem 12. November 2020 produziert. Dringt Feuchtigkeit in das Starterrelais ein, kann dort Korrosion entstehen. In der Folge kann es zu einem Kurzschluss und schließlich zu einem Fahrzeugbrand kommen.
Fast 190.000 Fahrzeuge weltweit betroffen
Weltweit umfasst der Rückruf 189.130 Fahrzeuge. In Deutschland sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) 5.788 Autos betroffen. Das KBA überwacht die Rückrufaktion.
Sach- oder Personenschäden im Kontext des Problems sind nicht bekannt. Angaben dazu, ob sich der Kreis der betroffenen Fahrzeuge weiter eingrenzen lässt, hat BMW laut Behörde nicht gemacht. Wer wissen möchte, ob das eigene Fahrzeug betroffen ist, kann sich an BMW oder eine Vertragswerkstatt wenden. Die KBA-Referenznummer lautet 16791R. BMW führt die Aktion unter den Rückrufcodes 0012820600 und 0012840600.
BMW tauscht Teil aus
Bei betroffenen Fahrzeugen muss der Starter ausgetauscht werden. Wie lange der Werkstattaufenthalt dauert, geht aus den Angaben des KBA nicht hervor. Auch weitere Details zum Ablauf der Reparatur nennt die Behörde nicht.
Zahl der Rückrufe nimmt seit Jahren zu
Der BMW-Fall reiht sich in eine Entwicklung ein, die sich seit Jahren beobachten lässt. Nach einer Auswertung der ADAC-Rückrufdatenbank wurden 2025 in Deutschland 532 Rückrufaktionen registriert – fast dreimal so viele wie 2010. Im Jahr 2024 waren rund 2,84 Millionen Fahrzeuge betroffen. Das waren 48 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der ADAC nennt dafür mehrere Gründe. Hersteller bringen mehr Modelle in kürzeren Abständen auf den Markt, gleichzeitig wird die Technik in Fahrzeugen komplexer. Dadurch wächst nach Einschätzung des Automobilklubs auch die Zahl möglicher Fehlerquellen. Hinzu kommt, dass Hersteller heute offener mit Rückrufen umgehen und auch bei kleineren Mängeln eher reagieren als früher.












