September 30, 2026 8:38 a.m. CEST

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Neo-Western: Diese Serie beruht auf einer wahren Begebenheit


Aktualisiert am 30.09.2026 – 06:53 UhrLesedauer: 3 Min.

David Oyelowo: In dieser Western-Serie spielt er die Hauptrolle. (Quelle: Paramount+)

Taylor Sheridan hat mit „Yellowstone“ das Western-Genre im Fernsehen wieder groß gemacht. „Lawmen: Bass Reeves“ schlägt in eine ähnliche Kerbe. Die Neo-Western-Serie überzeugt mit rauen Landschaften, gefährlichen Gesetzlosen und einem Mann, der für Recht und Ordnung sorgen soll. Das Besondere daran: Hinter seiner Geschichte steckt weit mehr als reine Fiktion.

Der Vergleich zwischen „Lawmen: Bass Reeves“ und „Yellowstone“ liegt nicht nur wegen des gleichen Genres nahe. „Bass Reeves“ war ursprünglich als Ableger von „1883“, der ersten Vorgeschichte zu „Yellowstone“, geplant. Taylor Sheridan holte dafür Chad Feehan als Showrunner an Bord und ließ ihm freie Hand bei möglichen Verbindungen zu „1883“. Mit der konkreteren Entwicklung der Geschichte passte diese Verbindung jedoch immer weniger.

Also löste sich „Lawmen: Bass Reeves“ vom Dutton-Universum und wurde zu einer eigenständigen Serie. Ganz verschwunden ist Sheridans Einfluss allerdings nicht: Der „Yellowstone“-Schöpfer unterstützte Feehan bei der Umsetzung. Doch anders als die anderen „Yellowstone“-Serien ist „Bass Reeves“ nicht komplett fiktional. Denn die Western-Serie basiert auf einer bemerkenswerten realen Person.

Darum geht es in „Lawmen: Bass Reeves“

Die Geschichte beginnt während des Amerikanischen Bürgerkriegs. Bass Reeves (David Oyelowo) lebt als versklavter Mann unter George Reeves (Shea Whigham). Er wird gezwungen, an der Seite seines Besitzers für die Konföderierten zu kämpfen. Als sich die Chance auf Freiheit bietet, nimmt sein Leben eine dramatische Wendung. Bass muss fliehen und seine Frau Jennie (Lauren E. Banks) zurücklassen. Erst nach dem Ende der Sklaverei kann er sich mit ihr ein neues Leben aufbauen.

Jahre später versucht Bass (David Oyelowo), seine Familie als Farmer zu ernähren, bis ihn Deputy U.S. Marshal Sherrill Lynn (Dennis Quaid) für die Jagd auf einen Flüchtigen anwirbt. Dank seiner Kenntnisse des Indian Territory und der Sprachen der dort lebenden indigenen Völker arbeitet Bass bald im Dienst des Gesetzes. Dabei gerät er an gefährliche Verbrecher, während mit jedem Auftrag die Frage wächst, welchen Preis er und seine Familie dafür zahlen müssen.

So sehenswert ist „Lawmen: Bass Reeves“

Vor allem David Oyelowo macht „Lawmen: Bass Reeves“ sehenswert. Er spielt Bass nicht als unverwundbaren Westernhelden, sondern als ruhigen, kontrollierten Mann, dem die Belastungen seines Berufs zunehmend anzusehen sind. Einen starken Gegenpol bildet Dennis Quaid als erfahrener Deputy U.S. Marshal Sherrill Lynn. Quaid verleiht der Figur eine Mischung aus lässigem Charme und unterschwelliger Bedrohlichkeit.

Dazu sieht die Serie nach großem Westernkino aus. Weite Landschaftsaufnahmen, staubige Ebenen und nur vom Lagerfeuer erhellte Nächte füllen die Szenerie. Die Welt des 19. Jahrhunderts wirkt dadurch zugleich wunderschön und bedrohlich. Auch bei Ausstattung, Kostümen und Make-up legte die Produktion Wert auf historische Glaubwürdigkeit. Für Reeves‘ Aussehen standen dem Team lediglich vier bekannte Fotografien als Referenz zur Verfügung.

Bei den Kritikern kommt diese Mischung aus namhaften Charakter-Darstellern und stimmigen Bildwelten überwiegend gut an: Auf dem Bewertungsportal „RottenTomatoes“ erreicht sie aktuell 79 Prozent Zustimmung, beim Publikum sind es sogar 93 Prozent. Auf IMDb kommt „Lawmen: Bass Reeves“ auf 7,3 von 10 Sternen.

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