Oktober 31, 2026 12:55 a.m. CET

Abseits des Christkindlesmarkts

Nürnbergs urige Glühwein-Adressen

Aktualisiert am 30.10.2026 – 17:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Abendstimmung im Handwerkerhof zur Adventszeit (Archivbild): In den engen Gassen weihnachtet es in Nürnberg besonders. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Helmut Meyer zur Cap/imago)

Im Innenhof des Nürnberger Spielzeugmuseums öffnet ab November ein kleiner Markt. Auch anderswo gibt es Alternativen zum großen Christkindlesmarkt.

Wenn die Tage kürzer werden und die erste Kälte in die Gassen zieht – darauf hat Nürnberg eine Antwort: Glühwein. Und nicht immer muss es dafür der große Trubel am Hauptmarkt sein. Hinter dem Spielzeugmuseum wartet mit dem „Glühschwein“ eine der gemütlichsten Buden der Stadt – längst kein Geheimtipp mehr, aber immer noch ein Ort, an dem sich der Advent etwas entspannter anfühlt.

Die gute Bude am Spielzeugmuseum

Im Innenhof des Spielzeugmuseums in der Karlstraße öffnet das „Glühschwein – Die gute Bude am Spielzeugmuseum“ pünktlich zur Vorweihnachtszeit. Der überdachte Hof ist mit Lichterketten und Wärmepilzen bestückt, als Stehtische dienen Baumstämme. Wer den Stand zum ersten Mal sieht, könnte meinen, in einer alten Metzgerei gelandet zu sein – genau das macht den Charme aus.

Anders als an vielen Ständen setzt die Bude auf Eigenproduktion. Der fränkische Glühwein wird aus Weinen aus Unterfranken gemacht und ist nach Angaben des Betreibers weniger süß als handelsübliche Varianten. Dazu gibt es Glüh-Gin, hausgemachten Eierpunsch, täglich frisch gekochte Suppen und Eintöpfe, ein Bratwurst-Leberkäs-Weckla sowie frische Lebkuchen. Ein Museumsticket ist für einen Besuch nicht nötig.

Die Saison läuft bis in den Januar hinein. Für alle, die dem Christkindlesmarkt-Trubel kurz entfliehen wollen, ist der Hof damit eine der entspanntesten Adressen in der Altstadt.

Der Garten vom „Glühschwein“ (Archivbild): Die Bude liegt im Innenhof des Spielzeugmuseums, der Garten wird alljährlich weihnachtlich dekoriert. (Quelle: Daniel Salg)

Urige Alternativen in der Stadt

Doch das „Glühschwein“ ist nicht der einzige Ort, an dem Nürnberg im Winter urig wird. Etwa 15 Gehminuten weiter, im Handwerkerhof am Königs- und Frauentorzwinger, weihnachtet es zwischen Fachwerk, Handwerksläden und engen Gassen besonders intensiv. Im „Café in der 12“ gibt es würzigen Glühwein im Hof, die fränkische Weinstube setzt auf Heidelbeerglühwein.

Auch die historische Ratsgasse am Alten Rathaus verwandelt sich in der Adventszeit in ein kleines Winterlager. Unter einer Überdachung, zwischen Felldecken und Lichterketten, gibt es neben „Heißer Zwetschge“ auch Obst- und Beerenglühwein, Weihnachtsbier und warme Eintöpfe. Wer es etwas ruhiger mag, findet am Tiergärtnertor die weihnachtliche Hütte vor dem Café Wanderer. Dort gibt es verschiedene Glühweine – und wegen der Lage unterhalb der Burg fühlt sich ein Becher dort besonders nach Altstadt an.

Ein Mädchen mit Punsch auf dem Weihnachtsmarkt (Symbolbild): An der Kaiserburg gibt es auch Kinderpunsch. (Quelle: romrodinka/getty-images-bilder)

Vom Burgcafé bis zur Winterbar

Auch das „Burg Café Beer“ an der Nürnberger Kaiserburg (Auf der Burg 13) macht mit: Neben Kürbissuppe gibt es dort Nürnberger Glühwein, Heidelbeerglühwein, weißen Glühwein und Kinderpunsch. Die Lage direkt an der Kaiserburg macht den kurzen Stopp zu einem klassischen Winterausflug.

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