„Graue Eminenz“ soll es richten
Die Heim-WM beginnt – doch die beste Deutsche fehlt
04.09.2026 – 11:24 UhrLesedauer: 3 Min.
Bei der Heim-WM wollen die deutschen Basketballerinnen eine Medaille. Doch der Star des Teams fehlt. Wer es jetzt richten soll und warum der Auftakt direkt zu einem Endspiel wird.
Ex-NBA-Star Detlef Schrempf ist extra aus seiner Wahlheimat Seattle angereist und sogar der Bundeskanzler hat sich angekündigt. Deutschlands Basketball-Frauen stehen vor der am Freitag beginnenden Heim-WM in Berlin so sehr im Fokus wie wohl noch nie.
Das Auftaktspiel (17.45 Uhr/ProSieben und MagentaTV) in der Uber Arena gegen den favorisierten Vize-Europameister Spanien ist mit 12.500 Fans ausverkauft. Friedrich Merz wird unter ihnen sein, genau wie Schrempf, der eine Woche lang in der deutschen Hauptstadt vor Ort ist.
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Der inzwischen 63-Jährige ist begeistert von der Entwicklung im deutschen Frauen-Basketball. „Die werden immer besser und besser. Das ist schön zu sehen“, sagte Schrempf, der einst für Dallas, Indiana, Seattle und Portland spielte. „Wenn sie gut spielen und keine Verletzungen haben, dann haben sie eine Chance, eine WM-Medaille zu gewinnen“
NBA-Ikone Dirk Nowitzki urteilte in der ZDF-Doku „Macherinnen“. „Ich glaube, dass wir die beste und tiefste Mannschaft haben, die Frauen-Basketball je hatte.“
Die Euphorie ist groß, die Erwartungshaltung rund um das Team von Bundestrainer Olaf Lange ebenfalls. Verzichten muss er bei der Medaillen-Mission ausgerechnet auf den Star des Teams: Satou Sabally von WNBA-Klub New York Liberty fällt nach einer Gehirnerschütterung für das Turnier aus.
„Das ganze Team spielt für sie mit“
„Es ist sehr schade, dass sie nicht mitspielen kann. Es ist halt ein bisschen blödes Timing gewesen mit allem. Ich glaube, das ganze Team spielt auch für sie mit. Jeder weiß, wie wichtig ihr das war“, sagte ihre jüngere Nyara Sabally. Immerhin sie, die in Berlin geboren wurde und seit kurzem bei Toronto Tempo ihr Geld verdient, ist nach einer Wadenverletzung rechtzeitig fit geworden und steht im Kader – wenn auch noch nicht mit vollständiger Fitness.
Aus der WNBA gehören neben Sabally noch Luisa Geiselsöder und Frieda Bühner (beide Portland Fire) sowie Leonie Fiebich (New York Liberty) zum zwölfköpfigen deutschen Aufgebot. Letztere hatte kürzlich jedoch wegen einer Fußverletzung ebenfalls sieben Wochen lang pausieren müssen. Die Vorbereitung lief also alles andere als reibungslos.
