Ex-Profi Rouwen Hennings weiß, wie man den MSV Duisburg schlägt. Im Interview verrät der Fan-Liebling, warum er das Derby am Samstag als Riesenchance für Fortuna sieht.
In seinen sieben Jahren im Fortuna-Trikot hat Rouwen Hennings nicht nur 84 Tore erzielt, sondern sich auch in die Herzen der Fans geschossen. In der Aufstiegssaison 2017/18 bescherte der Stürmer den Anhängern zudem ein besonderes Highlight. Er war mit seinen Treffern auch maßgeblich an den beiden Derbysiegen gegen den MSV Duisburg beteiligt. Wenn die Fortuna an diesem Samstag (12. September) um 14 Uhr nach acht Jahren erstmals wieder zum „Straßenbahn-Derby“ gegen den MSV antritt, kommen die Gäste als Tabellenführer nach Düsseldorf.
Im Exklusiv-Interview mit t-online verrät Rouwen Hennings, warum er trotzdem ein Duell auf Augenhöhe erwartet und welche Riesenchance das Spiel aus seiner Sicht für Fortuna bietet. Außerdem blickt der 39-Jährige zurück auf seine Derbyzeit und schwärmt von Intensität und Emotionen.
t-online: Rouwen Hennings, Sie kennen das Derbyfieber in den Duellen zwischen Fortuna und dem MSV aus eigener Erfahrung. Warum kribbelt es vor diesen Spielen immer ganz besonders?
Rouwen Hennings: In einem Derby geht es immer ordentlich zur Sache. Durch die räumliche Nähe, die Historie beider Vereine und die Rivalität der Fanlager ist es für alle etwas Besonderes. Wenn die Vereine so nah beieinanderliegen, hat jeder Fan wahrscheinlich einen Kollegen, der Fan des anderen Vereins ist. Dann kann man sich nach einem Sieg auch mal ein kleines Siegerlächeln nicht verkneifen. Und wenn man verliert, muss man eben den einen oder anderen Spruch einstecken. Diese Derby-Rivalität spürst du auch auf dem Platz.
Sie standen bei den letzten beiden Derbys gegen den MSV in der Saison 2017/18 auf dem Rasen – und sind zweimal als Sieger vom Platz gegangen. Haben Sie noch Erinnerungen?
Vor allem an unser Heimspiel erinnere ich mich besonders gut. Wir hatten einen Megastart, Benito Raman und ich haben früh getroffen. Danach hatten wir auch etwas Glück: Duisburg hatte innerhalb ganz kurzer Zeit vier Pfostentreffer. Das war schon ein kurioses Spiel. Ich glaube aber, dass wir in beiden Partien die verdienten Sieger waren.
Es war für Fortuna die Aufstiegssaison mit vielen emotionalen Höhepunkten. Hatten die Derbys trotzdem auch damals nochmal diesen ganz besonderen Reiz?
Für mich auf jeden Fall. Diese Emotionalität von den Rängen habe ich immer gemocht. Wenn es auf dem Platz zur Sache ging, hat mir das immer noch ein bisschen mehr Spaß gemacht. Ein Derby fühlt sich einfach anders an als ein normales Ligaspiel. Die Spiele sind heißer, intensiver und manchmal auch nickeliger. Ich mag das! Es sollte natürlich fair bleiben, aber es darf gerne sehr umkämpft sein.














