August 25, 2026 2:29 p.m. CEST

Der 1. FC Köln hat sich wieder einmal schwergetan zum Auftakt im DFB-Pokal. Die Leistung ist kein Anlass zu Schwarzmalerei. Vorsicht ist aber geboten.

Es war, wie in so vielen Jahren mit dem 1. FC Köln. Die erste Runde im DFB-Pokal beim Drittligisten Würzburg (2:1) wurde zur Zitterpartie. Wieder einmal. So wie 2025 in Regensburg, 2024 in Sandhausen und 2023 in Osnabrück. 2022 gab es das Aus in Regensburg, 2021 einen Sieg in Jena erst nach Elfmeterschießen. Der FC und der Pokal-Auftakt – es wird fast schon traditionell eng.

Immerhin: Der FC hat diese Hürde wieder genommen. Das ist die gute Nachricht für die Geißböcke. Keine Befürchtungen einer sofortigen Krise zum Saisonstart. Keine Blamage, während alle anderen Bundesligisten weitergekommen waren. Auch der FC machte seine Hausaufgaben, wenn auch nur bedingt überzeugend.

1. FC Köln: Verzweifeltes Hoffen auf den genialen Moment von Said El Mala

Es war kein Chancenfestival, keine Gala von Superstar Said El Mala, kein taktischer Leckerbissen und es gab auch keine herausragenden Spieler, wenn man einmal vom Doppeltorschützen Isak Johannesson absah. Gutes gab es dennoch: Die Mentalität stimmte. Der FC blieb konzentriert, stabil, ließ – die Schlussphase ausgenommen – praktisch nichts zu und hatte über 90 Minuten fast immer die komplette Spielkontrolle.

Was zur Wahrheit aber auch gehört: Spielerisch blieb es im vordersten Drittel mau. Ja, die Geißböcke suchten geduldig nach den Lücken und fanden sie letztlich. Doch von den spielerischen Mitteln, die sich die Mannschaft unter René Wagner in der Vorbereitung auch für tief stehende Gegner erarbeiten wollte, war nur wenig zu sehen. Zwischenzeitlich wirkte es, als hoffte man einfach nur auf einen genialen El-Mala-Moment.

Transfergerüchte 1. FC Köln: Kessler kündigt Neuzugänge „in der Spitze“ an

Es gibt also noch mehr als genug zu tun. Fußballerisch im Training, aber auch auf dem Transfermarkt. Thomas Kessler kündigte an, dass noch „ein paar Dinge“ anstünden. Und vor allem: „Wir schauen, dass wir den Kader in der Spitze noch verstärken.“ Also keine Investitionen in die Breite mehr, sondern in das Top-Niveau des Kaders. Und genau das könnte nötig sein nach den Eindrücken aus Würzburg.

Dennoch gibt es keinen Grund zur Schwarzmalerei. Auch andere Bundesligisten taten sich in der ersten Runde schwer. Das gehört zum Saisonstart dazu. Zudem wird gleich das erste Ligaspiel für die Geißböcke ein gänzlich anderes: Im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim wird der FC keine 65 Prozent Ballbesitz haben und nicht ständig gegen elf Mann in der eigenen Hälfte anrennen. Hoffenheim wird die erste Probe aufs Exempel. Erst danach weiß der FC, wo er wirklich steht.

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