„Keineswegs selbstverständlich“
Dementer Deutscher in Alpen-Not: Überraschendes Ende
Aktualisiert am 02.08.2026 – 14:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Senior geht auf eine Wanderung in den Allgäuer Alpen und kehrt nicht zurück. Die Bergwacht versucht alles – findet ihn aber nicht. Erst am dritten Tag gibt es eine überraschende Wendung.
Tagelang haben Einsatzkräfte in den Allgäuer Alpen nach einem vermissten deutschen Senior gesucht – und den 72-Jährigen am Ende wohlbehalten aufgefunden. Die Bergwacht in Oberstdorf sprach auf Facebook von einem „außergewöhnlichen Einsatzerfolg“.
Der Deutsche, der laut der österreichischen Polizei an Demenz erkrankt ist, war am Donnerstag von seiner Ehefrau als vermisst gemeldet worden, nachdem er zuletzt im Bereich des 2.037 Meter hohen Fellhorns an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland gesehen worden war. Gegen 17.30 Uhr begann die Bergwacht mit ersten Suchmaßnahmen. „Die Einsatzkräfte kontrollierten Wanderwege, Fahrstraßen und alpine Bereiche. Parallel suchte die Polizei die Talwege ab“, schilderten die Einsatzkräfte. Doch mit Einbruch der Dunkelheit musste der Einsatz zunächst unterbrochen werden.
Alpen-Drama: Ausgang „keineswegs selbstverständlich“
Am Freitag wurde die Suche „mit einem Großaufgebot fortgesetzt“, wie die Bergwacht erklärte. Rund 60 Einsatzkräfte waren demnach vor Ort, um nach dem 72-Jährigen zu suchen. Auch spezielle Suchhunde kamen zum Einsatz. „Wenig frequentierte Wege, typische Absturzstellen und schwer einsehbare Geländebereiche wurden zu Fuß, mit Drohnen und aus der Luft kontrolliert.“ Doch erneut hatten die Retter keinen Erfolg: Der Senior blieb verschwunden.
Am dritten Tag entschieden sich die Bergretter, es noch einmal zu versuchen – und tatsächlich gelang den Helfern um 11.13 Uhr der entscheidende Erfolg. Die Besatzung eines Polizeihubschraubers entdeckte den Senior mittels einer Suchkamera abseits der Wege. Er wurde schließlich von einem Notarzt versorgt und in eine Klinik gebracht. Die Bergwacht erklärte: „Aufgrund seiner Orientierungslosigkeit und der schwierigen Wetterbedingungen war dieser Ausgang am dritten Tag keineswegs selbstverständlich.“













