„Nicht mehr auf dem Zenit“
Ex-DFB-Star findet Diskussion um Neuer legitim
20.10.2026 – 15:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach seinem Patzer gegen Augsburg nimmt die Kritik an Manuel Neuer zu. Ein ehemaliger Weggefährte begrüßt die Debatte um die Rolle des Bayern-Torwarts.
Der ehemalige deutsche Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hält die Diskussion um die Rolle von Manuel Neuer beim FC Bayern für gerechtfertigt. „Ich verstehe, dass Bayern das nicht zum Thema machen will“, sagte der WM-Teilnehmer von 2006 im „ran“-Interview. Neuer sei jedoch „nicht mehr auf dem Zenit seiner Schaffenskraft. Als Profi ist man selten in der Lage, sich das einzugestehen und den Weg freizumachen.“
Neuers Vertrag beim FC Bayern läuft im kommenden Sommer aus. Aktuell deutet vieles auf ein Karriereende hin. In dieser Saison fungiert der Weltmeister von 2014 aber weiterhin als Nummer eins im Tor der Münchner – vor Ersatzmann Jonas Urbig, der jüngst sein Länderspieldebüt feierte.
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Hitzlsperger erklärte, dass man im Verein irgendwann „den Übergang zu Jonas Urbig hinkriegen“ müsse. „Daher finde ich es völlig legitim, dass eine Diskussion aufkommt“, sagte der 44-Jährige. Urbig hatte Neuer in der Vergangenheit bereits mehrfach vertreten, stand auch bei den letzten beiden Bayern-Auftritten in der Champions League gegen Viking Stavanger (3:3) und in der Liga gegen Leipzig (6:1) zwischen den Pfosten. Neuer hatte die Partien verletzungsbedingt verpasst.
„Niemand will an seinem Denkmal kratzen“
Die Debatte um Neuers Position beim deutschen Rekordmeister schwelt schon länger. Jüngst bekam sie jedoch neues Feuer. Beim Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg am 10. Oktober (2:2) patzte der Schlussmann nach wenigen Sekunden schwer. Kurz nach dem Anstoß sprang ihm der Ball vom Fuß. Der Fehler mündete in dem schnellsten Tor der Bundesliga-Geschichte durch Robin Fellhauer. Im Anschluss hagelte es deutliche Kritik an Neuer.
Laut Hitzlsperger sei der Ex-Schalker dennoch „wahrscheinlich der beste 40 Jahre alte Torhüter, den der Fußball je gesehen hat, und niemand will an seinem Denkmal kratzen“. Nun gehe es aber darum, Nachfolger Urbig „auf die wichtigen Spiele vorzubereiten. Je früher das passiert, desto besser für den Klub“, so Hitzlsperger, der die Debatte ein weiteres Mal als „zulässig“ betitelte.
















