Sonderfahrt nach Sylt
DDR-Legende rollt wieder durch Deutschland
Aktualisiert am 31.10.2026 – 11:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Zug aus DDR-Zeiten ist nach aufwendiger Restaurierung wieder unterwegs. Von Dresden geht es bis an die Nordsee – die nächste Reise steht bereits fest.
Mit lautem Hupen hat sich am Freitagmorgen (30. Oktober) ein besonderer Zug vom Dresdner Bahnhof verabschiedet: Der historische Schnellverkehrstriebwagen SVT Görlitz ist zu einer Sonderfahrt nach Sylt aufgebrochen. Um 8.22 Uhr setzte sich der restaurierte Zug in Bewegung. Am Bahnsteig verfolgten zahlreiche Schaulustige mit leuchtenden Augen die Abfahrt.
Nach einem nächtlichen Zwischenstopp in Hamburg ging es für die Fahrgäste weiter bis auf die Nordseeinsel. Am Samstag gegen 12.32 Uhr soll der Zug sein Ziel erreichen. Dort bleibt Zeit, Sylt zu erkunden und etwas Nordseeluft zu schnuppern. Um 14.59 Uhr tritt der historische Triebwagen die Rückreise an.
Sieben Millionen Euro für historischen DDR-Zug
Der SVT Görlitz stammt aus dem Jahr 1968 und galt einst als Prestigezug der Deutschen Reichsbahn in der DDR. Er wurde im Waggonbau Görlitz gefertigt und war für den internationalen Fernverkehr vorgesehen. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 Kilometern pro Stunde.

Mehr als fünf Jahre dauerte die aufwendige Restaurierung des historischen Zuges. Die Kosten werden auf rund sieben Millionen Euro beziffert. Hinter dem Projekt stehen Eisenbahn-Enthusiasten, die sich in der 2019 gegründeten gemeinnützigen GmbH SVT Görlitz zusammengeschlossen haben. Das teilte Mario Lieb von der Gesellschaft mit.
Nächste Sonderfahrt ab Dresden bereits geplant
Die Reise nach Sylt soll nicht die letzte gewesen sein. Der restaurierte Zug soll künftig regelmäßig für Sonderfahrten eingesetzt werden. Unter dem Motto „Willkommen an Bord – wo Geschichte Fahrt aufnimmt!“ stehen in diesem Winter verschiedene Reiseziele in Deutschland auf dem Programm.
Auch Dresden spielt dabei wieder eine Rolle: Bereits Mitte November soll der historische Schnellverkehrstriebwagen erneut in der sächsischen Landeshauptstadt starten. Dann ist eine Sonderfahrt auf die Ostseeinsel Usedom geplant.














