Netflix-Tipp
Serie mit 50er-Flair schafft Hommage an diesen Holmes-Darsteller
Aktualisiert am 25.09.2026 – 06:40 UhrLesedauer: 3 Min.
Netflix veröffentlicht ein Whodunit im Stil der großen Krimiklassiker. Im Mittelpunkt steht ein pensionierter Sherlock Holmes-Schauspieler, der unfreiwillig zum Ermittler wird.
Der Streamingdienst Netflix hat in den vergangenen Jahren immer wieder in internationale Eigenproduktionen investiert auf der Suche nach dem nächsten Hit. Die spanische Krimi-Serie „Haus des Geldes“ („La Casa de Papel“) wurde zu einer der meistgesehenen nicht-englischsprachigen Serien der Plattform überhaupt. Auch mit dem Whodunit-Genre selbst kennt sich der Streamingdienst aus, wie die drei „Knives Out“-Filme gut zeigen.
Mit „Das letzte Problem“ verbindet Netflix nun beides: Eine spanische Produktion und ein klassisches Rätsel um einen Mord, der wie ein Kammerspiel inszeniert wird. Die Buch-Vorlage stammt vom Spanier Arturo Pérez-Reverte, einem der meistgelesenen spanischen Gegenwartsautoren. Seine Bestseller wurden bereits mehrfach verfilmt.
Darum geht es in „Das letzte Problem“
Im Frühling 1959 sitzen dreizehn Menschen auf einer kleinen Insel vor Mallorca fest. Ein heftiger Sturm macht die Überfahrt zum Festland unmöglich. Untergebracht sind sie in einem abgelegenen Luxushotel. Als die englische Touristin Elisa Mander tot aufgefunden wird, deutet zunächst alles auf einen Selbstmord hin. Doch schnell wird klar, dass hinter ihrem Tod weit mehr steckt als ein tragischer Unglücksfall.
Ausgerechnet Benjamin Basil (José Coronado), ein pensionierter Schauspieler, der einst Sherlock Holmes auf der Leinwand verkörperte, findet sich unfreiwillig in der Rolle des Ermittlers wieder. Unterstützung bekommt er von Francisco Foxá (Martiño Rivas), einem angehenden Thriller-Autor, mit dem er jeden Winkel des Hotels nach Hinweisen absucht.
Unter den Gästen sorgt vor allem Adela Figueroa (María Valverde) für Misstrauen; eine mysteriöse junge Frau, die in Begleitung einer Freundin reist. Auch Hotelmanagerin Mrs. Raquel Ausländer (Maribel Verdú) gerät zunehmend unter Druck. Da niemand die Insel verlassen oder betreten kann, wird jeder Gast und jedes Mitglied des Personals zum Verdächtigen.
Das macht die Serie sehenswert
Die Stärke von „Das letzte Problem“ liegt im klassischen Aufbau des Whodunit. Die Handlung folgt bewusst dem Vorbild von Autoren wie Agatha Christie und Arthur Conan Doyle: ein abgeschotteter Ort, eine überschaubare Gruppe an Verdächtigen und ein Ermittler, der mit den Mitteln der Deduktion arbeitet statt mit roher Gewalt. Dass ausgerechnet ein ehemaliger Sherlock-Holmes-Darsteller zum Detektiv wird, verleiht der Geschichte eine reizvolle Metaebene.
Getragen wird die Serie von einem Ensemble erfahrener spanischer Darsteller. José Coronado spielt Basil als abgeklärten, leicht müde wirkenden Schauspieler im Ruhestand. Seine Rollenerfahrung kommt ihm dabei im echten Fall zugute. Seine Figur ist zudem deutlich an den echten Sherlock-Holmes-Darsteller Basil Rathbone angelehnt. María Valverde und Maribel Verdú sorgen als Adela Figueroa und Hotelmanagerin Mrs. Ausländer für zusätzliche Spannung im Figurengeflecht, das zunächst undurchsichtig erscheint.
„Das letzte Problem“ ist ab heute, Freitag, 25. September, auf Netflix im Abo verfügbar.
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