Auch die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete unter Berufung auf Vizehandelsminister Li Chenggang, Washington und Peking hätten einen „grundlegenden Konsens über die Lösung von Fragen im Zusammenhang mit Tiktok erzielt“. In diesem Rahmen werde China „die nationalen Interessen und die legitimen Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen entschieden schützen“.
Der Knackpunkt dürfte die Kontrolle des Algorithmus von Tiktok sein. Das US-Gesetz schreibt vor, dass er bei Verwendung in den USA nicht in chinesischer Hand bleiben darf. Aus Peking hieß es der „Financial Times“ zufolge, Tiktok werde auch im US-Geschäft weiter auf den in China entwickelten Algorithmus zugreifen, der bestimmt, welche Videos Nutzern als Nächste angezeigt werden. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Verweis auf Insider, dass auch an einer separaten App für US-Nutzer gearbeitet werde. Diese solle mit einer eigenen Empfehlungssoftware ausgestattet werden.
Zuletzt hatten eine amerikanische und eine chinesische Delegation über die Handelsbeziehungen beider Länder in Madrid verhandelt. Im Mai hatten sich die beiden größten Volkswirtschaften der Welt geeinigt, die Zölle zunächst zu reduzieren – seitdem werden auf Waren aus China in den USA 30 Prozent Zoll erhoben, umgekehrt sind es zehn Prozent auf US-Waren in China. Diese Einigung läuft am 10. November aus.
Die gesamten Exporte Chinas in die USA sind wegen der von Trump eingeführten hohen Zölle stark gefallen. Im August waren es den chinesischen Zollbehörden zufolge 33,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Offiziell ist dazu nichts bekannt. Allerdings könnte der Konflikt zwischen China und Taiwan eine Rolle spielen. Denn laut eines Medienberichts nutzt Trump den Konflikt auch als Verhandlungsmasse für einen möglichen Deal mit China. In den vergangenen Monaten soll Trump laut der „Washington Post“ Militärhilfen in Höhe von 340 Millionen Euro an Taiwan zurückgehalten haben.
Laut des Berichts sei bisher nicht abschließend klar, ob man die Hilfen dauerhaft verweigern wird. Ein solcher Schritt wäre allerdings eine deutliche Abkehr der bisherigen Haltung der US-Regierung zur Insel. Unter Trumps Vorgänger Joe Biden hatte Washington Taipeh Militärhilfen in Höhe von mehr als zwei Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Trump hingegen „unterstützt keine Waffenlieferungen ohne Bezahlung“, hieß es in dem Bericht. Diese Haltung zeige sich auch im Ukraine-Krieg.















