Um den Bundeshaushalt zu entlasten und mehr Investitionen in Bildung, Forschung, Infrastruktur und Kultur zu ermöglichen, fordert das zufällig geloste Parlament eine einmalige Vermögensabgabe von zehn Prozent auf große, liquide Vermögen. Dabei soll ein Expertengremium entscheiden, wer zahlen muss. Das Geld soll dann in einen „Zukunftsfonds“ fließen.
Für alle diese Vorhaben gab es aus der Online-Befragung große Zustimmung: 89,7 Prozent sprachen sich für eine höhere Vermögensteuer auch auf Kapitalerträge aus, 92,3 Prozent für eine Reform der Erbschaftsteuer, die reiche Erben zur Kasse bittet. 74,4 Prozent der Befragten hielten die einmalige Vermögensabgabe für eine gute Idee.
Die Bürger fordern ein Sozialsystem, das alle Menschen vor Armut schützt und zugleich starke Anreize für Erwerbsarbeit bietet. Die Rente sollte dazu bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei sein – dafür sollten diejenigen, die mehr als das haben, stärker besteuert werden. Die Erhöhung der Rente solle wie bisher an die Lohnentwicklung gekoppelt werden und nicht, wie von manchen Ökonomen gefordert, an die Inflation. Dies hat die Bundesregierung erst kürzlich in ihrem Rentenpaket beschlossen.
Um die Rentenversicherung finanziell zu entlasten, soll die Beitragsbemessungsgrenze nach dem Willen der Bürger abgeschafft werden. Damit gäbe es keinen Höchstbeitrag an die Rentenkasse mehr, sondern Bürger würden proportional zum Einkommen in die Kasse einzahlen. Gutverdiener sollten besonders viel zahlen, aber dann auch höhere Renten bekommen: bis zu 4.500 Euro brutto im Monat.
Die Bundesregierung sollte außerdem eine kapitalgedeckte Altersvorsorge einführen, so wie die Ampelkoalition es eigentlich auch vorhatte, bevor sie zerbrach.
Beamte sollen genauso wie Angestellte in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und die Ruhegehälter von Politikern sollten gekürzt werden, finden die Bürger. Aktuell können Beamte im Alter bis zu 71 Prozent ihres letzten Bruttogehalts erhalten. Dieser Wert sollte auf 60 Prozent abgesenkt werden, „um eine stärkere Annäherung an das Rentenniveau der übrigen Bevölkerung zu erreichen“. Dieses liegt aktuell bei 48 Prozent.
Die private Krankenversicherung soll laut den Teilnehmenden gänzlich abgeschafft werden, obendrein sollen die gesetzlichen Krankenkassen zu einer einheitlichen umgewandelt werden. Es solle aber möglich sein, zwischen verschiedenen Tarifmodellen zu wählen und zum Beispiel für mehr Leistungen mehr zu zahlen. „Widerstände sind zu erwarten, dürfen aber dem Ziel einer faireren Gesundheitsversorgung nicht im Wege stehen“, schreiben die Bürger.













