Oktober 20, 2026 12:37 p.m. CEST

„Passt nicht zu meiner DNA“

Isi Glück ist gegen Anti-AfD-Lieder auf der Bühne


20.10.2026 – 10:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Isi Glück: Sie gehört zu den Hauptacts im Megapark. (Quelle: Andreas Rentz)

Am Ballermann ist Isi Glück eine gefeierte Partysängerin. Politisch will sie auf der Bühne nicht werden. Die Gründe erklärt sie in einem Podcast.

Mit Hits wie „Delfin“ und „Oberteil“ feiert Isi Glück Erfolge am Ballermann und gehört zu den Hauptacts im Megapark. Nun war sie außerdem im Podcast „{ungeskriptet}“ zu Gast und sprach dort über ihre Entscheidung, unpolitisch zu bleiben.

„Die Leute kommen zu meinen Auftritten, um diesen ganzen Kram mit Politik und so mal kurz zu vergessen, was gerade so in der Welt und in Deutschland passiert. Und ich glaube, dafür ist Ballermannmusik prädestiniert“, sagte Glück in dem Gespräch. Deswegen habe sie auch eine Anfrage von Caroline Kebekus abgesagt. Die Comedienne wollte für ihren Song „Blau“, der sich gegen die AfD richtet, Ballermannstars gewinnen.

Isi Glück: „Ich will nicht jede Schlagzeile auf Krampf mitnehmen“

Ihre Absage erklärte Glück im Podcast damit, dass sie für Party und gute Laune stehe. „Wenn ich dann plötzlich mit irgendeinem Anti-AfD-Song komme, dann passt das einfach nicht zu meiner DNA auf der Bühne“, so Glück. Und weiter: „Wenn ich politische Statements setzen wollen würde […], dann wäre ich Politikerin geworden und nicht Ballermannsängerin.“

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Ihr sei bewusst gewesen, dass ein Projekt mit Caroline Kebekus für Aufmerksamkeit gesorgt hätte. Dennoch habe sie sich innerhalb von fünf Minuten dagegen entschieden. „Ich will nicht jede Schlagzeile auf Krampf mitnehmen, nur um in den Fokus zu geraten. Das ist eine Entscheidung, die ich einmal für mich getroffen habe, dass meine Musik immer unpolitisch bleibt“, betonte sie.

Texte von Ballermannsongs werden dennoch oft kritisiert, unter anderem wegen Frauenfeindlichkeit. Persönlich ziehe Isi Glück eine klare Grenze. „Alles, was mit Rassismus zu tun hat. Alles, was mit Diskriminierung zu tun hat. (…) Da kann man das auch mit Humor nicht mehr reinwaschen und wegwischen und sagen: Ha, ist doch Satire, ist doch alles Humor.“

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