Panne bei Hermès
US-Comedian steckt mehr als 80 Minuten im Luxusklo fest
25.08.2026 – 03:40 UhrLesedauer: 3 Min.
Feuerwehr, Origami-Dorf und ein abgelehnter Champagner: Eine Comedian erlebt bei Hermès Berlin ein Desaster – und teilt es mit der Welt.
Was als Toilettengang während eines Einkaufsbummels zur Hermès-Boutique am Berliner Kurfürstendamm begann, endete für die indisch-amerikanische Comedian und Autorin Zarna Garg offenbar mit mehr als 80 Minuten hinter einer defekten Schiebetür.
Die 51-Jährige wirft dem Luxuslabel vor, den Schutz der Tür über ihre Sicherheit gestellt zu haben. Das Video, das sie anschließend auf Instagram veröffentlichte, sorgte für heftige Kritik.
Origami statt Panik – zunächst
Zu Beginn versuchte Garg, die Situation mit Humor zu nehmen. Während das Personal an der Tür hantierte, bastelte sie in der Toilette aus Papierhandtüchern ein Origami-Dorf und spielte Ratespiele. Ihr Umfeld hielt das Geschehen auf Video fest, wie in einem Beitrag auf Instagram zu sehen ist. Unter anderem die „Berliner Morgenpost“hatte von dem Vorfall berichtet. Laut der Zeitung wurde auf Wunsch der Familie nach rund 40 Minuten schließlich die Feuerwehr gerufen.
Das Personal beharrte jedoch zunächst darauf, die Tür auf keinen Fall zu beschädigen. Gargs Familie kritisiert dies scharf: „Ist der einzige Grund, warum wir die Tür noch nicht eingerissen haben, dass wir die Tür schützen wollen?“
In ihrem Instagram-Post schilderte Garg die Lage als zunehmend bedrohlich: „Es wurde klar, dass wir uns in feindlichem Territorium befanden. Sie forderten mich auf, gegen die Tür zu drücken, riefen dann aber ‚zurücktreten‘, als sie sie mit einem Brecheisen bearbeiteten. Alarme gingen los, und ich hatte Angst, dass sie irgendein Gerät einsetzen würden, um die Tür aufzusprengen und mich dabei möglicherweise zu verletzen.“ (übersetzt aus dem Englischen)
Feuerwehr öffnet Tür – kein Wort der Entschuldigung
Zudem beschrieb Garg die Tür in ihrem Post als „billiges, dünnes Stück Sperrholz“, das gegen Brandschutzvorschriften verstoßen habe.
Nach mehr als einer Stunde und 20 Minuten gelang es der Feuerwehr, die Tür zu öffnen. Was danach folgte, empfand Garg als weiteren Affront. „Niemand sagt ein Wort, entschuldigt sich oder stellt Augenkontakt mit mir her“, schrieb sie auf Instagram. Ein Mitarbeiter habe ihr beim Hinausgehen eine Flasche Champagner in die Hände gedrückt – die sie ablehnte. Danach sei die Tür hinter ihr geschlossen und abgesperrt worden.
Follower werfen Mitarbeitern von Hermès „Gaslighting“ vor
Hinzu kommt ein weiterer Vorwurf: Laut einem vielbeachteten Kommentar unter dem Video soll ein Mitarbeiter Garg im Nachhinein erklärt haben, sie sei vorab auf den Schaden an der Tür hingewiesen worden – was Garg und ihre Familie entschieden bestreiten. Mehrere Nutzer bezeichneten dieses Verhalten als „Gaslighting“.
„Gaslighting“ bezeichnet eine Form emotionaler Manipulation und psychischer Gewalt, bei der jemand bewusst versucht, das Realitätsempfinden einer anderen Person zu untergraben. Dabei wird gezielt Verwirrung gestiftet, sodass die betroffene Person beginnt, an ihrer eigenen Erinnerung, ihren Gefühlen, ihrer Wahrnehmung oder gar ihrem Verstand zu zweifeln.














