„München hat mich ausgegrenzt“
Ex-Profi darf kein Bayern-Trikot mehr tragen
05.10.2026 – 19:18 UhrLesedauer: 3 Min.
Mit den Münchnern wurde er Meister, nach seinem Karriererücktritt verlor Christian Lell dann fast alles. Nun darf er nicht mal mehr das Bayern-Trikot anziehen.
Dem früheren Fußballprofi Christian Lell ist offenbar untersagt worden, das Trikot des FC Bayern zu tragen. In einem Video bei Instagram erklärte der ehemalige Spieler des deutschen Rekordmeisters: „Bayern München hat mich ausgegrenzt.“
Was war passiert? Lell brachte im September sein Buch „From Ego to Heart“ raus, in dem es vor allem um seinen Werdegang nach seiner aktiven Karriere geht: Der 42-Jährige rutschte in ein Leben aus Drogen, Lügen und Selbsthass ab, kämpfte sich aber heraus. Das Titelbild des Buches zierte ursprünglich Lell in einem Bayern-Trikot, inzwischen trägt er ein weißes T-Shirt darauf – und das aus einem bestimmten Grund.
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Sein Verlag habe ein Anwaltsschreiben von den Münchnern erhalten, das Bayern-Trikot solle auf dem Cover entfernt werden. „Das haben wir dann auch gemacht“, so Lell. Es war jedoch nicht die erste Kontaktaufnahme des Klubs. Bereits Wochen zuvor, im Frühjahr, meldete sich der deutsche Rekordmeister aufgrund eines ähnlichen Anliegens.
Lell macht Ansage an FCB-Bosse
„Ich habe einen Anruf aus dem Büro der Chefstelle des FC Bayern München bekommen. Ich wäre nicht mehr gerne gesehen in dem Bayern-Trikot und möchte es in Zukunft unterlassen, das Shirt zu tragen“, erzählte Lell, der das zur Kenntnis genommen habe. Aber: „Ich weiß nicht, wie man darauf kommt, (…) mein Herz hing an diesem Verein.“ Lell erinnerte sich daran, in der Säbener Straße aufgewachsen zu sein und bezeichnete den Klub als ein „Zuhause, eine Kindheit, einen Zufluchtsort und sicheren Hafen“.
Der ehemalige Verteidiger kam bereits 1993 in seiner Jugend zu den Bayern, stieg zu den Profis auf und blieb bis 2010, ehe er sich Hertha BSC anschloss. „Alleine schon zu glauben, nur weil mich jemand aus der Chefetage anruft und mir sagt, ich möchte das Trikot nicht mehr tragen, dass ich das auch wirklich umsetze“, stellte er klar – und legte nach.
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„Keiner der Verantwortlichen in dem Verein, die jetzt dort rumtanzen, die irgendwann zu dem Verein gekommen sind und meinen, sie haben irgendetwas zu sagen, kann mich davon abhalten, das Bayern-München-Herz zu haben.“ Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Rummenigge klammere er dabei aus, „aber alle anderen Osterhasen, die da rumturnen, haben keine Chance, dass ich mein Wappen, das ich hier drin trage, in irgendeiner Form aufgebe“, sagte er und fasste sich dabei ans Herz.













