Pistorius‘ neue Superwaffe?
Hochmoderner Kriegsflieger: Valkyrie hebt erstmals ab
Von t-online, afp, reuters
Aktualisiert am 13.10.2026 – 06:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Die neue Jagdbomberdrohne Valkyrie hebt erstmals in Europa ab. Doch reißt die Kritik an Verteidigungsminister Pistorius nicht ab.
Der europäische Rüstungshersteller Airbus Defence and Space hat erstmals seinen neuen unbemannten Kampfflieger U740 Valkyrie getestet. Nach Unternehmensangaben hob der Jet im Norden Europas zum Testflug ab und erreichte eine Geschwindigkeit von 0,8 Mach (ungefähr 900 km/h).
Der neue Jet, den das Unternehmen aus Ottobrunn bei München gemeinsam mit dem Spezialkonzern Kratos Defense & Security Solutions entwickelt, soll bis 2029 auf den Markt kommen. Als Abnehmer kommt auch die Bundeswehr in Betracht. So plant das Verteidigungsministerium von Boris Pistorius den Kauf von bis zu 500 Jagdbomberdrohnen, wie die unbemannten, autonomen Kampfjets von Rüstungsexperten genannt werden.
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Michael Schöllhorn, Chef von Airbus Defence and Space, erklärte nach dem Testflug: „In einer zunehmend komplexen und umkämpften Bedrohungslage benötigen Luftstreitkräfte heute bezahlbare Kampfmasse.“
Der unbemannte Kampfjet verfügt über eine Länge von 9,1 Meter und eine Spannweite von 8,2 Metern. Er beruht auf einer Plattform des US-Unternehmens Kratos, die von Airbus an europäische Anforderungen angepasst wird. Dies ermögliche „deutsche und auch europäische Souveränität beim operativen Einsatz der Valkyrie“, notierte das Fachportal „Flugrevue“.

Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz rief nach der russischen Invasion in der Ukraine 2022 die sogenannte Zeitenwende aus und genehmigte ein Investitionsprogramm von 100 Milliarden Euro, um die Bundeswehr gegen mögliche Angriffe zu wappnen und technisch aufzurüsten. Die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz beschloss 2025 eine Finanzplanung, nach der die Verteidigungsausgaben bis 2029 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen sollen. Doch steht Verteidigungsminister Pistorius in der Kritik: Er investiere nicht genug in Neuerungen wie Drohnen.
Der Kieler Ökonom Moritz Schularick kritisierte zuletzt in der „Süddeutschen Zeitung“, Pistorius konzentriere sich bei der Beschaffung auf Panzer, Fregatten und andere veraltete Technologien, statt die 700 Milliarden Euro, die ihm bis 2030 für die Modernisierung der Bundeswehr zur Verfügung stehen, gezielt für Waffensysteme der Zukunft einzusetzen.














