Altersgrenze gesunken
Brustkrebs-Früherkennung schon ab 45 Jahren
Aktualisiert am 15.10.2026 – 16:37 UhrLesedauer: 1 Min.
Bisher können rund 14,5 Millionen Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren am Brustkrebs-Screening teilnehmen – künftig sollen es mehr werden.
Künftig können auch jüngere Frauen im Alter von 45 bis 49 Jahren am Mammographie-Screening teilnehmen. Der Gemeinsame Bundesausschuss, das höchste Entscheidungsgremium zu den einzelnen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), senkte die untere Altersgrenze für die Teilnahme am Früherkennungsprogramm auf Brustkrebs ab.
Um Anpassungen zu erleichtern, soll es eine Übergangsfrist geben. Neu anspruchsberechtigte Frauen können sich voraussichtlich ab 1. August 2027 selbst für einen Untersuchungstermin anmelden. Persönliche Einladungen erhalten sie dann voraussichtlich ab Januar 2028, so der Bundesausschuss.
Millionen weitere Frauen sollen profitieren können
Aktuell können alle Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren am Mammographie-Screening-Programm teilnehmen, das sind rund 14,5 Millionen Frauen, wie es von dem Gremium hieß. Mit der Öffnung für die jüngeren Frauen ab 45 Jahren sollen 2,5 Millionen weitere Frauen von der Kassenleistung profitieren können.
„Früherkennung funktioniert nur gut, wenn Erkrankungsanzeichen sicher erkannt werden und es möglichst selten ‚falschen Alarm‘ gibt“, sagte das Ausschussmitglied Bernhard van Treeck. „In diesem Sinne hoffen wir, einen guten Beschluss gefasst zu haben.“ Der Beschluss werde nun vom Bundesgesundheitsministerium geprüft. Werden die Beschlüsse rechtlich nicht beanstandet, treten sie am 1. August 2027 in Kraft. Ab diesem Stichtag können dann die Frauen am Screening teilnehmen.















