Oktober 13, 2026 3:21 p.m. CEST

FC Bayern

Kahn-Comeback? Bruder äußert sich


13.10.2026 – 13:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Oliver Kahn: Er war jahrelang Bayerns Nummer eins. (Quelle: IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg)

Um Oliver Kahn ist es seit seinem Aus in München ruhig geworden. Nun äußert sich sein Bruder und spricht über ein mögliches Comeback.

Oliver Kahn hat mit seinem Rauswurf beim FC Bayern offenbar abgeschlossen. „Oliver ist fein damit, da ist nichts hängengeblieben“, erzählte der Bruder des einstigen Nationaltorhüters im Gespräch mit der „Münchner Abendzeitung“. „Das Kahn-Gen macht das schon. Aufstehen und weitermachen gehört zu unseren stärksten Disziplinen.“

Oliver Kahn rückte 2020 in den Bayern-Vorstand auf, übernahm im Sommer 2021 den Vorsitz von Karl-Heinz Rummenigge. 2023 wurde er von seinen Aufgaben entbunden, durfte im Anschluss auch nicht mit zur Partie ins Rheinenergiestadion des 1. FC Köln reisen, wo die Münchner damals in einem Herzschlagfinale den Titel holten.

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„Beim FC Bayern gab es schon immer diese Grabenkämpfe, das sieht man auch jetzt immer wieder bei Max Eberl“, zog Axel Kahn eine Parallele und fügte an: „Er muss sich gefühlt für alles rechtfertigen und seinen Platz behaupten – trotz einer ziemlich weißen Weste respektive erfolgreicher Arbeit.“ Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß habe eben „immer das letzte Wort. Aber von was reden wir hier? Vom erfolgreichsten Verein der Welt, da ist Führung die Königsdisziplin“.

Hoeneß sei dabei der „Godfather“ unter den Managern und werde es auch immer bleiben. „Es hat mich an eine Vater-Sohn-Beziehung erinnert bei Hoeneß und Olli Kahn“, sagte der Bruder. „Einen Mann wie Hoeneß musst du einbeziehen, er hat immer noch die Power. Aber dafür ist Olli nicht der Typ, er ist mehr ein Einzelkämpfer.“

Bruder will Kahn schützen

Inzwischen sind drei Jahre vergangen, um Oliver Kahn ist es derweil ruhig geworden. Wenn es nach seinem Bruder ginge, dann müsste sich daran auch nichts ändern: „Mein Rat an Oliver wäre, sich einen schönen Lebensabend zu machen“, scherzte er. „Aber nein: Er ist erst 57. Wenn ein Jobangebot kommt, das auf ihn zugeschnitten ist und das er aus seiner Sicht erfolgreich gestalten kann, würde er sich das bestimmt anhören.“

Axel Kahn würde ihm das Fußball-Business allerdings „nicht mehr unbedingt ans Herz legen. Es dreht sich alles nur noch um den schnellen Erfolg und sehr viel Geld. Surreale Zahlen auf Kosten der Spieler und den Menschen“, erklärte er. Auch die psychische Belastung nehme zu.

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