Nach Schockmoment im vergangenen Jahr
Wiesn soll sicherer werden – mit Blasmusik
Aktualisiert am 16.09.2026 – 11:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Am zweiten Samstag des Oktoberfests 2025 steckten Tausende Besucher dicht gedrängt fest. Für 2026 plant die Stadt eine Reihe von Neuerungen.
Vor dem Beginn des diesjährigen Oktoberfests am Samstag, dem 19. September, hat die Stadt München ein Bündel an Sicherheitsmaßnahmen beschlossen. Polizei und Kreisverwaltungsreferat informierten am Mittwoch darüber, wie sie das Fest nach den Überfüllungsproblemen des Vorjahres sicherer gestalten möchten.
Rund 600 Polizeibeamte sind bei der Veranstaltung im Einsatz. Die Wiesnwache wird dabei von der Bayerischen Bereitschaftspolizei, spezialisierten Taschendieb-Fahndern und internationalen Einsatzkräften unterstützt. Für Notfälle, Bedrohungen oder sexuelle Übergriffe steht in vielen Zelten die App „SafeNow“ zur Verfügung, mit der per Knopfdruck das Sicherheitspersonal gerufen werden kann.
Neu ist in diesem Jahr eine Koordinierungsstelle, die den Informationsfluss zwischen Sicherheitsbehörden und Stadt verbessern soll. Außerdem sollen KI-gestützte Kameras frühzeitig zu große Menschenansammlungen erkennen und gegebenenfalls Alarm auslösen. Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) erklärte dazu: „Man sieht ganz frühzeitig: Wo braut sich was zusammen. Damit es nicht mehr zu so punktuellen Überfüllungssituationen kommen kann wie im letzten Jahr.“
Blasmusik soll Wiesn-Überfüllung verhindern
Auch die Musik soll zur Entschärfung beitragen. Um internationale Gäste verstärkt an Wochentagen anzulocken, darf die Blasmusik in den Zelten künftig eine Stunde früher beginnen. Scharpf betonte dabei, es solle „keine aufheizende Musik“ geben. Diese sei erst abends vorgesehen.
Der Hintergrund: Im Vorjahr war es am sogenannten Italiener-Samstag, dem zweiten Wiesn-Samstag mit vielen ausländischen Gästen, zu einer Situation gekommen, in der Tausende Besucher vor den Festzelten weder vor- noch zurückgehen konnten. Durchsagen über eine Schließung des Geländes aus Sicherheitsgründen enthielten zunächst keinen konkreten Grund, was zusätzlich Angst unter den Festgästen auslöste.
Das 191. Münchner Oktoberfest beginnt am 19. September 2026. Den traditionellen Fassanstich mit dem Ruf „O’zapft is“ übernimmt erstmals der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne), der Dieter Reiter (SPD) an der Stadtspitze abgelöst hat.
