Senatsarbeit
Berlin prüft künftig alle Gesetze auf Folgen für die Jugend
08.09.2026 – 19:51 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Berliner Senat hat ein Programm beschlossen, das die Stadt attraktiver für junge Menschen machen soll. Ein neues Prüfverfahren ist dabei nur eine von mehreren Maßnahmen.
Der Berliner Senat hat beschlossen, künftig alle Gesetze und politischen Vorhaben systematisch auf ihre Auswirkungen auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu prüfen. Das teilte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) nach einer Senatssitzung mit. Der sogenannte Jugendcheck ist Teil eines umfassenderen Programms, mit dem Berlin attraktiver für junge Menschen werden soll.
Agentur soll bezahlbare Wohnungen vermitteln
Zum selben Programm gehört die Einrichtung einer Jugendwohnagentur. Sie soll vor allem jungen Menschen helfen, die Pflegefamilien oder Heime verlassen und sich ein eigenständiges Leben aufbauen wollen. Die Agentur vermittelt bezahlbaren Wohnraum und bietet begleitende Beratung an. Günther-Wünsch zufolge sollen damit Wohnungslosigkeit verhindert und die Voraussetzungen für Ausbildung und Beruf verbessert werden: „Auf diese Weise sollen Wohnungslosigkeit verhindert, gesellschaftliche Teilhabe gestärkt und die Voraussetzungen für Ausbildung, Beruf und ein eigenständiges Leben verbessert werden.“
Darüber hinaus tritt Berlin der internationalen Initiative „Kinderfreundliche Kommunen“ bei. „Damit verpflichtet sich das Land Berlin, die UN-Kinderrechtskonvention als verbindlichen Maßstab für das Handeln aller Senatsverwaltungen zu verankern“, so die Senatorin.
