„Der US-Präsident, der chinesische Premier, Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt. Alle sind zur UN gereist, nicht wegen des Protokolls, sondern weil die Welt im Umbruch ist. Und sich gerade entscheidet, wer mitspielt und wer zum Spielball wird“, sagt Grünen-Fraktionsvize Agnieszka Brugger. „Und Kanzler Merz? Fehlt.“
Merz selbst hält die ganze Debatte über den „Außenkanzler“ und den „Innenkanzler“ für verfehlt. „Wir können nicht mehr von Innenpolitik und Außenpolitik sprechen wie von zwei fein säuberlich getrennten Sphären“, sagte er kürzlich bei der Botschafterkonferenz im Auswärtigen Amt. Die Trennung der innenpolitischen von der außenpolitischen Welt suggeriere, dass man sich nicht kümmern müsse um die Kriege da draußen, die Aggressoren, die Regelbrecher. „Sie bedient ein geradezu isolationistisches Bedürfnis.“
Vertreten wird Merz in New York übrigens von Außenminister Johann Wadephul. Der CDU-Politiker unterbricht am Mittwoch aber für seine Rede zum Etat des Auswärtigen Amts im Bundestag für wenige Stunden seine Teilnahme an der UN-Vollversammlung.














