CSD-Besucher: „Hat mein Herz gebrochen“
11.15 Uhr: CSD-Besucher Daniel Stein steht in der Nähe des Tatorts und erklärt einer t-online-Reporterin, das Geschehene sei für ihn ein „sehr großer Schock. Ich bin angereist, um hier das zu feiern, was ich bin“. Er sei nicht vor Ort gewesen, „aber ich will mein Mitgefühl und meine Trauer ausdrücken und habe deswegen Blumen mitgebracht. Wir haben gestern Liebe und Freude verbreitet und dann von dem Angriff zu hören, hat mein Herz gebrochen.“
Anhalter Bahnhof soll wohl für Durchsuchungen gesperrt werden
11.05 Uhr: Schwer bewaffnete Einsatzkräfte durchsuchen weiter den unter der Erde liegenden S-Bahnhof Anhalter Bahnhof in Berlin. Dieser soll dafür gesperrt werden. Polizeisprecher Florian Nath erklärte „Bild“: „Die Einsatzkräfte haben den Auftrag, dort alles zu durchsuchen. Das wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Bahnhof muss gesperrt werden. Es wird nach möglichen Spuren im Zusammenhang mit dem Tatgeschehen gesucht.“
Polizeigewerkschaft: „Terror darf nie gewinnen“
11.03 Uhr: Der Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Stephan Weh, reagiert auf den Anschlag: „Diese unfassbare Tat trifft Berlin voll ins Mark. Wir hoffen, dass alle schwer und lebensgefährlich Verletzten durchkommen und der oder die Täter schnellstmöglich gefasst werden“, teilt er t-online auf Anfrage mit. „Unser Dank gilt allen eingesetzten Kolleginnen und Kollegen von Polizei und Feuerwehr, die auch in dieser psychisch extrem angespannten Lage hochprofessionell agieren und so Menschenleben retten. Der Terror darf nie gewinnen.“
Queerer Verband: „Regenbogen hat einen Riss bekommen“
10.53 Uhr: Die queere Gemeinschaft ist nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) bestürzt. „Der Regenbogen hat heute einen Riss bekommen. Das ist ein dunkler Tag für unsere Community und unser Land“, schrieb die Organisation LSVD+-Verband „Queere Vielfalt“ auf Instagram. „Unsere Gedanken sind bei allen, die direkt betroffen sind.“
Der Landesverband Berlin-Brandenburg schrieb: „Heute ist ein Tag der Trauer. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, ihren Angehörigen und allen, die die Ereignisse beim CSD Berlin miterleben mussten.“ Der Verband bat darum, keine Spekulationen zu verbreiten, bis gesicherte Informationen vorliegen.
Der LSVD+ vertritt die Interessen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie weiteren queeren Menschen.
- Anschlag in Berlin: Auto fährt in Menschen beim CSD – das wissen wir bislang













