Erschöpft, unterkühlt und schlecht ausgerüstet
Bergrettung muss Alpen-Touristen von Gipfel holen
Aktualisiert am 24.08.2026 – 11:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Drei Dänen wollen eigentlich nur eine kurze Runde von einer Berggaststätte aus gehen. Dann steigen sie fast auf den Gipfel – und geraten bei starkem Regen und Gewitter in Not.
Bei einer Wanderung in den Berchtesgadener Alpen sind drei Touristen im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich in Bedrängnis geraten. Wie die Bergwacht Hallein im österreichischen Bundesland Salzburg mitteilte, mussten die Dänen vom Berg gerettet werden. Es sei ein fordernder Einsatz bei starkem Regen und Gewitter gewesen, hieß es.
Die Touristen waren am Freitag auf deutscher Seite gestartet. Ausgangspunkt war das von den Nazis errichtete Kehlsteinhaus auf 1.834 Metern Höhe, das per in den Berg gehauenen Lift zu erreichen ist und heute als Berggaststätte geführt wird.
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Von dort wollten die Dänen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren eigentlich nur eine etwa zweistündige Runde gehen. Dann stiegen sie aber laut Bergrettung über einen Grat in Richtung des Gipfels des Hohen Göll.
Komplett nass, keine Reservewäsche, nichts zu essen
Den Gipfel, der in Österreich auf 2.522 Metern Höhe liegt, hätten sie fast erreicht. Erst als sie kurz davor nicht mehr weiterkamen, wählten sie um kurz vor 19 Uhr den Notruf. Die Touristen seien erschöpft und unterkühlt gewesen, teilte die Bergrettung mit. Sie hätten die Wanderung schlecht ausgerüstet und unvorbereitet in Angriff genommen.
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„Sie trugen ‚Wanderpatscherl‘, waren komplett nass, hatten keine Reservewäsche und nichts zu essen mit“, erklärte Ortsstellenleiter Christian Schartner von der Bergrettung Hallein. Als „Patscherl“ werden in Österreich kleine, weiche Hausschuhe oder Babyschuhe bezeichnet, die oft aus Leder oder Stoff gefertigt sind und bequem die Füße umschließen.
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