Wochenvergleich
Benzinpreis gibt leicht nach
21.10.2026 – 17:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Benzin ist trotz steigender Ölpreise ein wenig günstiger geworden. Diesel hingegen verteuerte sich – und viele Autofahrer spüren vom Tankrabatt kaum etwas.
Die Spritpreise entwickeln sich derzeit in unterschiedliche Richtungen. Nach aktuellen Zahlen des ADAC kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 2,110 Euro. Das sind 4,1 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel verteuerte sich dagegen um 0,8 Cent auf 2,255 Euro je Liter.
Auffällig ist diese Entwicklung auch deshalb, weil der Ölpreis zuletzt weiter gestiegen ist. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zum Handelsschluss rund 109 US-Dollar und damit etwa drei US-Dollar mehr als in der Vorwoche. Zudem nimmt mit Beginn der kälteren Jahreszeit die Nachfrage nach Heizöl zu, was sich auch auf den Dieselpreis auswirken kann.
Dass Benzin trotz des höheren Ölpreises günstiger geworden ist, deutet nach Einschätzung des ADAC darauf hin, dass bei Super E10 noch Spielraum für Preisnachlässe bestand. Bei Benzin scheint inzwischen ein großer Teil des Tankrabatts an den Zapfsäulen anzukommen.
So groß sind die regionalen Unterschiede
Deutliche regionale Unterschiede zeigen Zahlen des ADAC vom Dienstag. Am günstigsten war Super E10 demnach in Baden-Württemberg mit durchschnittlich 2,025 Euro je Liter. Dahinter folgten Berlin mit 2,030 Euro und das Saarland mit 2,042 Euro. Bei Diesel lag Berlin vorn: Ein Liter kostete dort im Schnitt 2,171 Euro. Danach kamen Sachsen mit 2,178 Euro und Mecklenburg-Vorpommern mit 2,179 Euro.
Am teuersten war Sprit nach dieser Auswertung in Hessen. Dort kostete ein Liter Super E10 im Schnitt 2,114 Euro, Diesel 2,222 Euro. Dahinter folgte bei beiden Kraftstoffen Nordrhein-Westfalen mit 2,095 Euro für Super E10 und 2,221 Euro für Diesel.
Autofahrer spüren kaum eine Entlastung
Viele Autofahrer nehmen den Tankrabatt allerdings kaum als Entlastung wahr. In einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag von „web.de News“ gaben 69 Prozent der 5.000 Befragten an, Tanken sei für sie nicht spürbar günstiger geworden. 24 Prozent bemerkten eine Entlastung, 7 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“.
Auch Berechnungen von Wirtschaftsforschern zeigen, dass die Steuersenkung bislang offenbar nicht vollständig bei den Verbrauchern angekommen ist. Das DIW errechnete für die ersten 18 Tage eine Weitergabe von rund zwei Dritteln. Das Ifo kam mit anderer Methodik für die ersten 13 Tage auf eine etwas höhere Weitergabe.
Selbst bei vollständiger Weitergabe bleibt die Ersparnis begrenzt. Ein typisches Auto wird laut Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland rund 900 Kilometer pro Monat bewegt. Bei einem Verbrauch von sieben bis acht Litern auf 100 Kilometer ergibt sich über drei Monate eine Ersparnis von grob 32 bis 36 Euro.
Der ADAC empfiehlt Autofahrern, möglichst kurz vor 12 Uhr zu tanken. Zu diesem Zeitpunkt seien die Preise im Tagesverlauf häufig am niedrigsten. Danach steigen sie demnach deutlich an und fallen anschließend langsam wieder.













