Er herrschte vor 3.300 Jahren
Pharao Ramses II. – erhielt seine Mumie 1976 einen Reisepass?
09.10.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 3 Min.

Um die Pharaonen des alten Ägypten ranken sich zahlreiche Legenden. Eine der kuriosesten beschäftigt sich mit der Königsmumie von Ramses II. – lesen Sie hier alles über seine geheimnisvolle Paris-Reise.
Die letzte Reise eines ägyptischen Pharaos führt der alten Religion nach in die Duat. In der geheimnisvollen Unterwelt, so der Glaube der alten Ägypter, durchquert der tote König die Finsternis, besteht das Gericht des Osiris und wird selbst zum Gott, unsterblich zwischen den Sternen.
Doch bei Ramses II., einem der bedeutendsten Herrscher am Nil, ging die Reise mehr als 3.000 Jahre nach seinem Tod noch einmal weiter. Ganz unmythisch, ganz irdisch: Im September 1976 wurde die Mumie des Pharaos in einem Flugzeug nach Paris gebracht.
„König (verstorben)“ hieß es angeblich im Ausweis

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Der Grund war der schlechte Erhaltungszustand von Ramses. Ein Pilz hatte die Mumie befallen und drohte sie zu zerstören. Nur die Spezialisten des Pariser Musée de l’Homme konnten den einbalsamierten Körper retten. Also wurde Ramses II. nach Frankreich gebracht, ein Land, das es zu seinen Lebzeiten noch nicht gab.
In Paris wurde die Fracht aus Ägypten ehrenvoll empfangen. Auf dem Flughafen Le Bourget soll die Garde républicaine der Mumie militärische Ehren erwiesen haben, das heißt Ehrengarde, Haltung, Zeremoniell, als sei ein lebendes Staatsoberhaupt gelandet. Präsident Valéry Giscard d’Estaing hatte zugesagt, man werde Ramses „wie einen Souverän“ behandeln, wie damals unter anderem die „New York Times“ berichtete.

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Um die Reise der Ramses-Mumie rankt sich aber auch eine Legende. Sie ist zu faszinierend, um sie nicht zu erwähnen. So soll Ägypten dem toten Pharao eigens einen Reisepass ausgestellt haben, hieß es damals. Unter „Beruf“ soll darin „König (verstorben)“ gestanden haben, als Geburtsjahr das 14. Jahrhundert vor Christus. Ein Dokument wie aus einem Märchen, denn tatsächlich lässt sich für den Pass kein Beleg finden.















