Attacke auf Infantino
„Aberwitzige Idee“: Bayern-Boss begrüßt Scheitern von Fifa-Plan
01.08.2026 – 19:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Das umstrittene Investoren-Vorhaben des Fußball-Weltverbands ist Geschichte. Herbert Hainer wird dazu deutlich – und stellt eine Forderung auf.
Bayern-Präsident Herbert Hainer hat erleichtert auf die Aufgabe der Fifa-Investorenpläne reagiert und den gesamten Vorgang scharf kritisiert. „Es ist ein Glück, dass dieser Spuk so schnell vorbeigegangen ist wie er gekommen ist, und dass diese aberwitzige Idee vom Tisch ist“, sagte Hainer kurz vor dem Abflug der Münchner Fußballprofis nach Südkorea. Dort beginnt für den Rekordmeister seine Asien-Tour.
In der Nacht zum Samstag hatte der Weltverband Fifa die Pläne beendet, Anteile an den kommerziellen Rechten seiner Wettbewerbe wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM an private Investoren zu verkaufen. „Man muss jetzt sicherstellen, dass so eine Idee nicht mehr auf den Tisch kommt“, sagte Hainer.
„Dieser Vorgang ist unglaublich“
Der 72 Jahre alte Bayern-Chef äußerte auch Verständnis für die Mitteilungen der Europäischen Fußball-Union Uefa, die dem Weltverband Fifa unter anderem mangelnde Transparenz vorgeworfen und einen Vertrauensverlust beklagt hatte. „Dieser Vorgang ist eigentlich unglaublich, dass niemand eingeweiht war vorher von den ganzen Verbänden, und das über Nacht auf den Tisch kam“, meinte Hainer.
„Fußball muss Fußball bleiben“, forderte der führende Bayern-Repräsentant. „Die Fifa hat als oberster Dachverband die Aufgabe, den Fußball zu organisieren. Und wenn Fremdinvestoren mitbestimmen wollen, dann besteht immer die Gefahr, dass an den Grundprinzipien und Grundstrukturen des Fußballs angegriffen wird und dass man sich vergreift.“
Das könne Anstoßzeiten betreffen oder Hydration Breaks, nannte Hainer als Beispiele. Dreiminütige Trinkpausen hatte es bei der vergangenen WM in den USA, Kanada und Mexiko erstmals bei jedem Turnierspiel gegeben.














