Autonomes Fliegen ohne Pilot
Bayrisches Startup präsentiert KI-Kampfjet der Zukunft
Aktualisiert am 25.09.2025 – 16:17 UhrLesedauer: 2 Min.
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Der Ukraine-Krieg zeigt: Drohnen sind im Kampf entscheidend. Im Beisein von Markus Söder wird eine neue Kampf-Drohne vorgestellt. Und Söder will noch mehr.
Der Flieger ist elf Meter lang, bis zu vier Tonnen schwer und fliegt knapp unter Überschallgeschwindigkeit. Das Besondere des Kampfjets der Zukunft: Er fliegt autonom und kommt ohne Pilot aus.
Das Militärflugzeug ist eine Entwicklung aus Bayern: Das auf KI-Technologien spezialisierte bayerische Rüstungsunternehmen Helsing hat ein Konzept für ein unbemanntes Kampfflugzeug vorgestellt. Die als CA-1 Europa bezeichnete Designstudie solle gemeinsam mit europäischen Industriepartnern entwickelt werden und innerhalb von vier Jahren serienreif sein, teilte das Unternehmen mit.
Die Entwicklung und Tests von CA-1 Europa finden demnach bei Grob Aircraft in Tussenhausen im Allgäu statt. Hesing, ein Münchner Rüstungs-Startup, hatte den bayerischen Leichtflugzeughersteller erst im Juni übernommen.
Damit bündelt das bayerische Unternehmen seine technologischen Kräfte. Helsing hatte zuvor schon den KI-Piloten Centaur entwickelt, ein autonomes Flugsystem. Nun kommt mit dem CA-1 die Kompetenz zum Flugzeugbau dazu. „Unbemannte Kampfflugzeuge spielen eine Schlüsselrolle bei der Sicherung der europäischen Lufthoheit“, sagte Helsing-Mitgründer Torsten Reil.
Die Software erlaube die Integration von Sensoren, Selbstschutzsystemen und Bewaffnung. CA-1 Europa werde Missionen einzeln oder als Teil eines Schwarms ausführen können. Die Schwärme könnten hunderte unbemannter Flieger vom Typ CA-1 umfassen. Dabei soll das System so günstig sein, dass auch Verluste hinnehmbar sind. Der Preis werde ein Bruchteil eines Kampfjets betragen, so Reil. Das System könne für verschiedene Zwecke von Aufklärung bis zu Angriffen genutzt werden.
Zur Vorstellung der in dreieinhalb Monaten entwickelten Designstudie am Sitz von Grob Aircraft in Tussenhausen reisten der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sowie Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) an. Söder sagte zu, dass Rüstungsunternehmen wie Helsing auch künftig von der bayerischen Staatsregierung gefördert würden.
Und Söder will mehr. Der Freistaat verabschiedete nicht nur ein eigenes Bundeswehrgesetz. Söder forderte selbstbewusst auch einen Großteil aus dem 100-Milliarden-Sonderfonds für Rüstungsprojekte.
Reil betonte die Bedeutung der strategischen Autonomie in einer europäischen Perspektive: „Europa kann es sich nicht leisten, in diesem Bereich ins Hintertreffen zu geraten oder von Dritten abhängig zu werden.“













