Rund 50 Azubis jährlich
Der Flughafen setzt auf Virtual Reality im Vorfeld
14.09.2026 – 17:10 UhrLesedauer: 1 Min.
Das Training der Zukunft ist jetzt: Der Flughafen Nürnberg schickt seine Azubis künftig per VR-Brille aufs Vorfeld. Was die neue Technik alles kann.
Auf dem Vorfeld eines Flughafens zählt jeder Handgriff. Der Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg erweitert deshalb nach eigenen Angaben seine Schulungen für Vorfeldmitarbeitende um Virtual-Reality-Simulationen, heißt es in einer Mitteilung des Flughafens Nürnberg.
Zu den Trainingsinhalten gehören das Einweisen von Flugzeugen, der Umgang mit Gepäckförderbändern und Bodenstromgeräten sowie die Kommunikation mit dem Cockpit. Mehr Praxisbezug bei der Ausbildung ist kaum möglich.
Mit VR-Brillen den Echtbetrieb simulieren
Mit VR-Brillen und Joysticks sollen die Teilnehmenden Abfertigungsvorgänge in einer virtuellen Flughafenumgebung durchspielen, bevor sie im Echtbetrieb zum Einsatz kommen. „Die Schüler sollen ihre Angst verlieren und ohne Gefahr ihre neue Tätigkeit durchspielen können“, erklärt Ramp-Services-Trainer Erkan Catoglu.

Dabei würden bewusst auch kritische Situationen nachgestellt, die schlimmstenfalls zu Unfällen führen könnten – und das ganz ohne Menschen oder Flugzeuge zu gefährden. Ausbilder sollen Lernfortschritte über eine eigene Trainer-Plattform begleiten und auswerten können.
VR-Training auch zum Auffrischen
Die VR-Lösung stammt nach Angaben des Flughafens von der Kölner Draxon GmbH. Die Trainingsinhalte orientierten sich an internationalen Branchenstandards. Jährlich werden rund 50 neue Mitarbeitende für Tätigkeiten auf dem Vorfeld ausgebildet. Außerdem: Bestehende Teams absolvieren zusätzlich regelmäßige Auffrischungsschulungen.
Ergänzt werden soll das Programm künftig durch einen Übungscontainer, in dem das Be- und Entladen eines Flugzeugrumpfs sowie das Anschließen von Abfertigungsgeräten unter realen Bedingungen trainiert werden kann.















