Zivilschutz warnt
Unwetter treffen Italien – Erdrutsch kappt Küstenroute
Aktualisiert am 21.10.2026 – 10:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Sturmtief fegt über Italien. Fast im gesamten Land gelten amtliche Warnungen vor den Unwettern. Autofahrer werden von Wassermassen eingeschlossen. Erdrutsche machen Straßen unpassierbar.
Von Spanien und Frankreich kommend, schiebt sich Sturmtief „Adam“ am Mittwoch über Italien. Die Unwetterfront bringt Gewitter und Starkregen mit sich. Der Zivilschutz hat für Mittwoch in mehreren Regionen die zweithöchste Warnstufe ausgerufen: betroffen sind vorwiegend Ligurien, Venetien, Latium und Kampanien. Die gelbe Warnung – eine Stufe darunter – gilt für Trentino-Südtirol, die Toskana, Umbrien, Abruzzen, Molise, Apulien, Basilikata, Kalabrien und Sizilien sowie für weitere Teilgebiete der Lombardei und der Emilia-Romagna. In Friaul-Julisch Venetien und Piemont rief der italienische Wetterdienst am Mittwoch die höchste Warnstufe vor extremem Niederschlag aus.
Der Nationale Wetterdienst der italienischen Luftwaffe warnt die Bevölkerung: „Treffen Sie Vorsichtsmaßnahmen, bleiben Sie wachsam und befolgen Sie die Hinweise der Behörden. Informieren Sie sich regelmäßig über die aktuelle Wettervorhersage und stellen Sie sich auf erhebliche Einschränkungen im Alltag ein. Reisen Sie nur, wenn die Fahrt unbedingt notwendig ist.“
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Unwetter führen zu lokalen Überschwemmungen und Erdrutschen
In der Provinz Nuoro auf Sardinien haben Wassermassen bereits Autofahrer in ihren Fahrzeugen eingeschlossen. Weiter nördlich, zwischen der Insel Elba und dem Gebiet um Livorno, fielen in Campo nell’Elba innerhalb von nur einer Stunde 40 Millimeter Regen. Der Zivilschutz kämpft dort gegen lokale Überschwemmungen.
In Ligurien hat ein Erdrutsch die Aurelia-Straße zwischen Celle Ligure und Albissola Marina unpassierbar gemacht. Die Strecke musste gesperrt werden. In Genua haben Überschwemmungen mehrere Geschäfte beschädigt.
Auf den Inseln Ischia und Procida sowie in La Spezia und Anzio bleiben die Schulen am Mittwoch zu. Auch im Piemont, im Raum Alessandria, haben mehrere Gemeinden ihre Schulen geschlossen – darunter Gavi, Arquata Scrivia, Molare und Bosio.
Sturmtief trifft weitere Länder – Seeleute sollen Häfen aufsuchen
Mit dem Abzug des Sturmtiefs über den Balkan entspannt sich die Lage im Norden Italiens voraussichtlich am Donnerstag. Die Adriaregionen werden dann aber stärker in Mitleidenschaft gezogen. Auch für Kroatien, Slowenien und Montenegro gelten inzwischen amtliche Warnungen. Hier muss sich die Bevölkerung primär auf schwere Sturmböen in Verbindung mit örtlich hohen Wellen einstellen. Vor allem auf See kann dies gefährlich werden. Die Windböen können Geschwindigkeiten bis zu 95 Stundenkilometer erreichen.














