Oktober 27, 2026 12:31 p.m. CET

Täter auf Flucht

Auto fährt in Menschengruppe – Polizei nennt neue Details


Aktualisiert am 27.10.2026 – 10:58 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein BMW steht an einer Einsatzstelle in der Region Hannover: Der Fahrer ließ sein Auto stehen und flüchtete zu Fuß. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa)

Mehrere Menschen werden verletzt, als ein Auto nahe Hannover in eine Gruppe fährt. Die Polizei schießt auf das Fahrzeug. Es gibt erste Festnahmen.

Polizisten führen gerade eine Verkehrskontrolle bei Hannover durch, als sie auf einen Vorfall aufmerksam werden: Im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge ist ein Auto in eine Menschengruppe gefahren. Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, wie die Polizei am Dienstagvormittag mitteilte. Die Verletzten kamen mit leichten bis schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Bei keinem bestand Lebensgefahr, wie ein Polizeisprecher t-online bestätigte.

Die Hintergründe des Vorfalls am späten Montagabend waren zunächst unklar. Nach derzeitigem Kenntnisstand kannten sich die Beteiligten. „Die Tatbeteiligten gehören Großfamilien an, die in Teilen bereits im Zusammenhang mit Clankriminalität polizeilich in Erscheinung getreten sind“, teilte die Polizei mit. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe demnach nicht. Auch die genaue Zahl der Beteiligten war zunächst unklar. An der Anschrift des Fahrzeughalters trafen die Beamten drei Menschen an, die vorläufig festgenommen wurden. Ob sie mit der Tat in Verbindung stehen, wird noch ermittelt.

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Mit „Clankriminalität“ bezeichnen Behörden Straftaten aus ethnisch abgeschotteten Subkulturen. Der Begriff ist umstritten: Kritiker warnen vor einer Stigmatisierung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Familienzugehörigkeit.

Ein BMW steht in der Nacht an einer Einsatzstelle in der Region Hannover: Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt, war zunächst unklar. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa)

Fahrt in Menschenmenge: Polizei schießt auf Auto

Im Video | Polizeieinsatz im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge

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Quelle: dpa

In der Nähe des Tatorts fand am Montag gegen 23.30 Uhr eine allgemeine Verkehrskontrolle statt. Die Beamten bekamen den Vorfall kurz vor Mitternacht deshalb unmittelbar mit. Der Wagen sei laut Polizei „gezielt in eine kleine Personengruppe gelenkt“ worden. Um die Tat zu stoppen, schossen die Polizisten auf den BMW. Der Fahrer ließ das Auto am Tatort zurück und flüchtete. Ob sich weitere Menschen in dem Wagen befanden, ist noch unklar, wie die Polizei mitteilte.

Der Kriminaldauerdienst Hannover übernahm die Ermittlungen und die Spurensicherung am Tatort. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Hannover wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet.

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