Lohn- und Gehaltszahlung
Das sind Vor- und Nachteile von außertariflichem Gehalt
Aktualisiert am 22.09.2025 – 17:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Außertarifliches Gehalt wird zwischen dem Arbeitgeber und -nehmer außerhalb von Tarifverträgen vereinbart. Doch welche Vor- und Nachteile hat das?
Außertarifliches Gehalt wird meist für hochqualifizierte Arbeitskräfte gezahlt, deren Anforderungen mit der tariflichen Vergütungsgruppe nicht abzudecken sind. Hier wird erläutert, welche Vor- und Nachteile dieses Gehalt bietet.
Beim außertariflichen Gehalt werden die Konditionen mit dem Arbeitgeber individuell ausgehandelt. Sinnvoll ist das, wenn ein übertarifliches Gehalt gerechtfertigt ist, beispielsweise durch:
Außertarif-Angestellte können dafür mehr Geld bekommen. Bei Tarifverträgen hingegen gibt es festgelegte Maximalstufen. Die Gehaltsstufen im Tarifvertrag können daher unter Umständen für die Position oder Qualifikation nicht passend sein.
Bei außertariflichen Verträgen können neben dem Gehalt auch die Arbeitszeiten flexibel gestaltet werden, beispielsweise durch Gleitzeitmodelle oder Vertrauensarbeitszeit.
Zudem profitieren Mitarbeiter mit außertariflichem Gehalt häufig von zusätzlichen Extras, wie:
Auf den ersten Blick scheint außertarifliches Gehalt als wertvoller Schritt auf der Karriereleiter mit verlockendem Gehalt. Doch wichtig ist genaues Hinschauen. Es kann auch Nachteile geben.
Zu beachten ist, dass die Anforderungen und die Arbeitsbelastung höher sind und Mitarbeiter keinen automatischen Anspruch auf Tariferhöhungen haben. Bei tarifgebundenen Verträgen sind regelmäßige Lohnerhöhungen vorgesehen. Beschäftigte mit außertariflichem Vertrag müssen Gehaltserhöhungen individuell verhandeln.
In Bezug auf die Arbeitszeit und Sonderzahlungen, die in einem Tarifvertrag oft vorgesehen sind, haben Mitarbeiter mit außertariflichem Gehalt zum Teil Nachteile gegenüber tariflich Angestellten.
Bei außertariflichen Verträgen wird Mehrarbeit oft pauschal mit dem Gehalt abgegolten. Einen Anspruch auf die Auszahlung der Überstunden haben Beschäftigte nur, wenn dies im Arbeitsvertrag vereinbart ist. Unbezahlte Überstunden verringern außertarifliches Gehalt.
Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind im Tarifvertrag enthalten. Im außertariflichen Vertrag hingegen muss das explizit aufgeführt sein.
Tarifverträge bieten diverse Schutzmechanismen, wie:
Im außertariflichen Vertrag muss all das individuell geregelt werden. Verschiedene Klauseln können Nachteile im Vergleich zu Tarifangestellten mit sich bringen.
Mitarbeiter mit Tarifvertrag werden bei Streitigkeiten durch die Gewerkschaft oder den Betriebsrat vertreten. Bei einem außertariflichen Vertrag hingegen muss es allein geregelt werden. Er erfordert besondere Regelungen. Ein guter Tipp ist daher, den Arbeitsvertrag vor dem Unterschreiben von einem Experten überprüfen zu lassen.












