Kaum noch genutzt
Kommt das Aus für 17.000 Notrufsäulen?
15.10.2026 – 02:37 UhrLesedauer: 1 Min.
Smartphones haben eine klassische Einrichtung der Autobahn fast überflüssig gemacht. Nun prüft die zuständige Gesellschaft, ob das System in seiner jetzigen Form noch Zukunft hat.
Der Fortbestand der rund 17.000 Notrufsäulen an deutschen Autobahnen steht zur Debatte. Die Autobahn GmbH prüft, ob das bisherige System beibehalten werden soll, weil es durch die verbreitete Nutzung von Mobiltelefonen kaum noch in Anspruch genommen wird. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium.
Staatssekretär Christian Hirte erklärte in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage, die Notrufzahlen über das System seien „stark rückläufig“. Wegen der Verbreitung des Mobilfunks würden die Säulen „kaum noch genutzt“. Ziel sei es, Kosten zu senken und gleichzeitig das Niveau der Verkehrssicherheit zu erhalten.
Ein Sprecher der Autobahn GmbH bestätigte die Überprüfungspläne. Neben der weiten Verbreitung von Mobiltelefonen spiele auch die Einführung des automatischen Notrufsystems eCall eine Rolle bei der Frage, ob das bisherige System weitergeführt werden solle.
Die Kosten für Betrieb, Wartung, Instandhaltung und den Betrieb der Notrufzentrale beliefen sich 2025 auf 4,5 Millionen Euro. Im Vorjahr lagen sie nach Angaben der Autobahn GmbH noch bei 8,2 Millionen Euro.














