Er bleibt zuhause
Argentiniens Präsident bleibt dem WM-Finale fern – das ist der Grund
Aktualisiert am 17.07.2026 – 04:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor dem WM-Finale gegen Spanien setzt Argentiniens Präsident Javier Milei auf seine persönliche Glücksroutine. Warum er nicht zum Endspiel reist – und er stets die gleiche Jacke trägt.
Argentiniens Präsident Javier Milei wird das WM-Finale gegen Spanien aus Aberglauben nicht im Stadion verfolgen. „Nein, auf keinen Fall“, antwortete Milei in einem Interview des Radiosenders „El Observador“ auf die Frage, ob er am Sonntag zum Endspiel in die USA reisen werde.
Der Präsident erklärte, er werde das Spiel in East Rutherford wie die bisherigen Partien der argentinischen Nationalmannschaft von seinem Amtssitz Quinta de Olivos in der Provinz Buenos Aires aus verfolgen. Auf die Nachfrage, ob dies Teil einer persönlichen Glücksroutine sei, antwortete er mit „Ja“.
Zu seiner Glücksroutine gehört auch, bei den Spielen stets dieselbe Jacke zu tragen. Während des Achtelfinales gegen die Schweiz (3:1 nach Verlängerung) habe er sie kurz ausgezogen. „Ich zog sie aus und wir kassierten ein Tor. Ich zog sie wieder an und habe sie seitdem nicht mehr ausgezogen“, sagte Milei.
Argentiniens Team darf bei Titelgewinn im Palast feiern
Sollte Argentinien den WM-Titel erfolgreich verteidigen, stelle er den Präsidentenpalast Casa Rosada der Nationalmannschaft für eine Feier zur Verfügung. „An diesem Tag räume ich ihn komplett. Ich habe auf diesem Foto nichts zu suchen“, sagte Milei. Die Politik solle sich dieses Fest der Argentinier nicht aneignen.
Abergläubische Rituale, in Argentinien als „Cábalas“ bekannt, gehören für viele Fans zur Fußballkultur. Häufig verfolgen sie Spiele stets am gleichen Ort oder in derselben Kleidung.
Auch Paraguays Präsident Santiago Peña hatte nach dem verlorenen Auftaktspiel der Nationalmannschaft seines Landes aus Aberglauben auf weitere Stadionbesuche verzichtet. Das Achtelfinale gegen Frankreich verfolgte er lieber von zu Hause, nachdem Paraguay ohne seine Anwesenheit zuvor Deutschland überraschend ausgeschaltet hatte. Die Südamerikaner schieden gegen Frankreich jedoch mit 0:1 aus.
Trump will kommen
Im Gegensatz zu Milei will US-Präsident Donald Trump dem Finale beiwohnen. Trump werde sich das Spiel zwischen Spanien und Argentinien persönlich anschauen, teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit. „Dies ist ein passender Abschluss für ein Turnier, das Amerikas Fähigkeit demonstriert hat, die Welt auf der größten Bühne zu empfangen“, sagte Trump-Sprecherin Karoline Leavitt.
Das Turnier sei „die meistgesehene, sicherste und erfolgreichste Weltmeisterschaft in der amerikanischen Geschichte“, sagte Leavitt weiter. Trump will nach ihren Angaben bereits am Freitag nach New York reisen, um an einem Fifa-Empfang im Trump Tower teilzunehmen. Am Sonntag ist er dann beim WM-Finale, das im MetLife-Stadion in East Rutherford im Bundesstaat New Jersey stattfindet.















