„Es ist absolut widerlich“
Ekelalarm: Anwohner verzweifeln an rücksichtslosen Urlaubern
17.07.2026 – 10:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Urin, Müll und Fäkalien an Straßen und Küsten: Auf der Isle of Skye wächst der Unmut über rücksichtslose Camper.
Auf der schottischen Insel Isle of Skye wird das Verhalten einiger Camper-Reisenden für Anwohner zum Problem. Sie berichten im Interview mit der „BBC“ von menschlichen Hinterlassenschaften, Müll und Abfall aus Chemietoiletten.
Anwohnerin Julia Dawber schildert, was sie von ihrem Haus aus beobachtet, wenn sie auf einen Küstenabschnitt blickt. „Wenn ich zu Abend esse, kommen Leute heraus und gehen pinkeln – ich kann es sehen.“ Manchmal blieben auch Taschentücher zurück. Ihr Urteil: „Es ist einfach absolut widerlich.“
- Phänomen nimmt überhand: Alpen-Wirt macht seinem Ärger Luft – „geht um Wertschätzung“
Besonders ärgere sie, dass manche Besucher keine Rücksicht nehmen, obwohl es Möglichkeiten gebe, sich zurückzuziehen. „Einige Leute entscheiden sich einfach dafür, schamlos zu sein, und machen es direkt an der Straße.“ Allerdings: Trotz des Touristenansturms hat die Insel nur zehn öffentliche Toiletten.
Auch Kleinbauer Calum Beaton berichtete von Vorfällen auf seinem Land. Er habe menschliche Hinterlassenschaften auf seinen Feldern gefunden, und Abfall aus Chemietoiletten sei in seiner Hausmülltonne gelandet. Ein Erlebnis blieb ihm besonders in Erinnerung: Ein Hund geriet in die Exkremente. Er „musste gereinigt werden, bevor er wieder in den Lieferwagen gesetzt werden konnte“.
Wildcampen in Schottland erlaubt – unter gewissen Bedingungen
Dabei ist Wildcampen in Schottland grundsätzlich erlaubt – anders als in Deutschland, wo es in den meisten Fällen verboten ist. Doch selbst die in Schottland geltenden Regeln werden offenbar nicht immer eingehalten.
Grundlage für das Wildcampen in Schottland ist der sogenannte Outdoor Access Code. Demnach sollen Camper nur kurz an einem Ort bleiben, möglichst unauffällig zelten und ihr Lager mit Abstand zu Straßen und Gebäuden aufschlagen. Große Gruppen sollen vermieden werden. In der Natur sollen keine Spuren hinterlassen werden.














