Oktober 5, 2026 8:55 p.m. CEST

Erster Standort Süddeutschlands

Eurofighter in Nürnberg: Anwohner müssen mit mehr Lärm rechnen


Aktualisiert am 05.10.2026 – 19:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Eurofighter in Nürnberg (Archivbild): Die Luftwaffe übt in dieser Woche am Albrecht-Dürer-Airport. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Eurofighter üben eine Woche am Flughafen Nürnberg. Die Kampfjets sind deutlich lauter als zivile Maschinen.

Auf dem Flughafen Nürnberg sind am Montagmittag Kampfjets der Bundeswehr gelandet, um dort eine Woche lang die Zusammenarbeit mit zivilen Strukturen zu trainieren. Die Bundeswehr übt bei ihrem Manöver „Dispersed Operations“ unter anderem die Verlegung von Flugzeugen aus dem Fliegerhorst in Neuburg an der Donau.

Noch bis Freitag sind insgesamt 74 Starts und Landungen der Jets geplant, teilt der Flughafen mit. Anwohner müssten kurzfristig mit mehr Lärm rechnen, weil Kampfjets lauter seien als Verkehrsflugzeuge, sagt Flughafen-Geschäftsführer Michael Hupe. Starts und Landungen würden dabei weder in den frühen Morgenstunden noch am Abend stattfinden.

Hat die Militärübung Auswirkungen auf die Bevölkerung?

Die Übung kommt in einer Zeit, in der in Nürnberg hitzig über Fluglärm diskutiert wird. Mitte September erst demonstrierten mehrere Hundert Anwohner auf dem Hauptmarkt für Einschränkungen des nächtlichen Flugverkehrs. Die Eurofighter fliegen allerdings tagsüber.

Eurofighter am Airport Nürnberg: Die Kampfjets sind ein beliebtes Fotomotiv bei Zaungästen. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Der zivile Flugverkehr werde in keiner Weise beeinträchtigt, erklärt Flughafenchef Hupe weiter. Die Start- und Landefenster seien abgestimmt, die eingesetzten Eurofighter nicht bewaffnet.

Warum die Luftwaffe in Nürnberg übt

In Nürnberg trainiert die Bundeswehr, Kampfflugzeuge im Ernstfall auf mehrere Standorte zu verteilen und dafür auch zivile Flughäfen zu nutzen. Hintergrund ist die theoretische Gefahr, dass feste Militärflugplätze in einem Konflikt gezielt angegriffen werden könnten.

Die Übung ist Teil einer Reihe von sechs geplanten Übungen im Jahr 2026. Nürnberg ist dabei der erste Standort dieser Art im süddeutschen Raum, heißt es.

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In diesen Tagen werden am Albrecht-Dürer-Airport unter anderem die Betankung und Wartung der Maschinen, Zugangskontrollen sowie die Zusammenarbeit mit der zivilen Flugsicherung geübt. Dabei werden nach Angaben des Airports sowohl militärische Abläufe als auch die Zusammenarbeit mit dem Flughafen, der Flugsicherung und der Feuerwehr erprobt. Und das mit möglichst wenig Personal.

Eurofighter-Kampfjets der Luftwaffe (Archivbild): Ein solcher wurde etwa 2025 beim Flughafenfest ausgestellt. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Warum die Luftwaffe in Nürnberg übt

Für die Luftwaffe ist der Nürnberger Flughafen kein neuer Standort. Er dient bereits als Ausweichflugplatz für das Geschwader aus Neuburg, etwa bei Unwetter. Eurofighter sind immer mal wieder in Nürnberg zu Gast, um unter anderem Abläufe mit der Flughafenfeuerwehr zu trainieren. Im Jahr 2024 ging dies mit einem lauten Knall einher, als die Kampfjets während ihres Flugs die Schallmauer durchbrachen.

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